Helloween

Helloween

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2021
Jahr: 2021
Stil: Power Metal
Spiellänge: 64:59
Produzent: Charlie Bauerfeind & Dennis Ward

Links:

Helloween Homepage

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Plattenfirma: Nuclear Blast

Promotion: Another Dimension


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Gamma Ray

Unisonic

Michael Kiske

Blind Guardian

Pink Cream 69

Titel
01. Out For Glory
02. Fear Of The Fallen
03. Best Time
04. Mass Pollution
05. Angels
06. Rise Without Chains
 
07. Indestructible
08. Robot King
09. Cyanide
10. Down In The Dumps
11. Orbit
12. Skyfall
Musiker Instrument
Andi Deris Gesang
Michael Kiske Gesang
Michael Weikath Gitarre
Kai Hansen Gitarre & Gesang
Sascha Gerstner Gitarre
Markus Großkopf Bass
Daniel Löble Schlagzeug

Das Metal-Märchen geht weiter. Denn war es eigentlich schon recht unwahrscheinlich gewesen, dass sich HELLOWEEN mit ihren beiden früheren Mitstreitern Kai Hansen (GAMMA RAY) und Michael Kiske (PLACE VENDOME, zusammen mit Hansen bei UNISONIC) wieder versöhnen würden, um zusammen als „Pumpkins United“ ein vielumjubelte Welt-Tournee zu spielen, so hätten sicherlich noch viel weniger Fans darauf gewettet, dass die sieben Musiker anschließend gemeinsam ins Studio gehen würden, um zusammen mit dem Produzenten-Duo Charlie Bauerfeind (u.a. für BLIND GUARDIAN aktiv) und Dennis Ward (u.a. PINK CREAM 69) eine neue HELLOWEEN-Scheibe einzuspielen. Aber genau so ist es gekommen und das Ergebnis hört, kaum verwunderlich, auf den Titel “Helloween“.

Denn das was draufsteht ist auch drinnen: klassischer Speed und Power Metal in allerbester HELLOWEEN-Tradition. Dabei muss man aber von vorneherein davor warnen, Songs wie Future World, I Want Out oder Dr. Stein hier zu erwarten. Aber warum auch, diese Songs haben sie ja quasi schon in Perfektion abgeliefert und werden dafür zu Recht auf ihren Shows weltweit gefeiert. Das Songwriting der Band ist in dieser Hinsicht vielleicht auch etwas „erwachsener“ geworden. Aber dafür fehlen auch etwas diese unvergleichlichen Hymnen, die sich Ende der 80er Jahre so vielen Metal-Fans unauslöschlich ins Gedächtnis brannten.

Photo Credit Martin Haeusler

Mit Out For Glory legt die Band aber los, wie man es aus den guten alten Kiske-Tagen gewohnt ist, ergo steht auch der Mann mit den wenigsten Haaren in der Band bei dem Track auch im Mittelpunkt. Epischer, speediger Power Metal mit einer Melodie, die perfekt auf Kiskes Stimmumfang (und den reizt er hier gut aus) ausgelegt ist. Fear Of The Fallen ist anschließend für Andi Deris prädestiniert und erinnert an jüngere HELLOWEEN-Scheiben, wobei sich die beiden Sänger bei allen Stücken immer wieder auch gegenseitig unterstützen und so zeigen, dass ihre Vocals ganz hervorragend zueinanderpassen. Und man merkt den beiden an, dass sie sich bei den Aufnahmen gegenseitig zu wahren Höchstleistungen angestachelt haben.

Genauso perfekt harmonieren auf “Helloween“ auch die drei Gitarristen Weikath, Hansen und Gerstner. Mit ihren 18 Saiten sorgen sie für jede Menge Breitwand-Riffs, pfeilschnelle Leads, gedoppelte Passagen und so manche Solo-Duelle. Dabei herausgekommen ist wie etwas weiter oben bereits angedeutet, ein sehr typisches HELLOWEEN-Album, das klanglich und musikalisch etwas mehr in Richtung der „glorreichen“ 80er-Jahre-Version geht, denn in Richtung der moderneren Variante. Wie gesagt, dabei sind nicht unbedingt die Metal-Hits herausgekommen, wie etwa Dr. Stein einer war, dafür aber einige Songs, die auffällig in diese Richtung gehen, wie etwa Best Time, Rise Without Chains, Indestructible oder Robot King. Insofern ist die klare Bestrebung zu erkennen, an diese sehr erfolgreiche Phase der Band-Geschichte anzuschließen, sowohl klanglich als auch kompositorisch. Und nirgends wird das vielleicht so deutlich wie im abschließenden Skyfall, einem Epos, das nicht nur von der Länge her an Halloween und Keeper Of The Seven Keys anschließt.

Mit “Helloween“ nehmen HELLOWEEN also insbesondere ihre alten und treuen Anhänger ins Visier und bieten ihnen genau das Album, auf das sie gewartet haben. Es ist wohl kaum verwegen, ihnen dabei bereits vor der Veröffentlichung einen Chart-Erfolg vorher zu sagen und dass die Fans auch auf der nächsten “Pumpkins United“-Tournee wieder in Scharen in die Arenen strömen werden. Wenn man der Band denn etwas vorwerfen will, dann vielleicht, dass sie hier ein wenig zu vorhersehbar und auf „Nummer Sicher“ agiert. Aber auf der anderen Seite, was erwartet man denn von HELLOWEEN? Genau, speedigen, sehr druckvollen Power Metal, mit Melodien, die schnell ins Ohr gehen – und davon hat “Helloween“ eine ganze Menge zu bieten.

 

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