LASH

Henrik Freischlader

LASH

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.02.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


LASH
LASH, Eigenvertrieb, 2004
Henrik Freischlader Lead Vocals, Guitars
Rene Pütz Bass, Organ
Daniel Guthausen Drums
Produziert von: LASH Medium: MP3
1. Is It Right4. The Reason Why
2. She Ain't Got The Blues5. No Questions
3. You Know

DER BLUESHAFTIGE!
Die Webadresse www.henrikfreischlader.de klingt unverdächtig und ohne einen Tipp wäre ich nie auf dieses schlummernde deutsche Blues Juwel gestossen. Dank sei Ronald Weinschenk (www.weinschenk.de).

Bevor man all zu intensiv die Seite studiert lieber sofort auf 'Music' klicken und raten: Wieviele Jahre hat diese rau gefärbte Rockröhre wohl auf dem Buckel? Naja - auf 21 wäre ich nie und nimmer gekommen. Was für eine Stimme. Wie für den Blues und Rock geschaffen.
Doch es soll noch schlimmer kommen (im positiven Sinne natürlich). Diese 21 Jahre spielen eine unglaublich gute Gitarre. Mag sein, dass der Henrik nicht alle 10 Gebote kennt, aber seine sechs Saiten kennt er dagegen in- und auswendig. Kein amateurhafter Plekquäler, der unbedingt eine Website sein Eigen nennen möchte. Seit der Entdeckung von Tino Standhaft ist mir kein so guter deutscher Bluesgitarrist mehr untergekommen.
Und er hat die unterschiedlichsten Riffs auf der Pfanne. Also keineswegs ein langweiliger Saitenzähler.

Sein Spiel wird durch viele große Helden geprägt. SRV, Albert Collins, Jimi oder Robben Ford. Gesanglich klingt er wie eine Mischung aus Jess Roden und Julian Sas.
Live hat er schon mit solchen Blueshelden wie Bernhard Allison und Walter Trout auf einer Bühne gestanden.

5 Soundfiles hält Henrik zum Download bereit. Eine komplette Studio CD mit seiner Band LASH ist in Arbeit.
Und Henrik beherrscht mit seinen Jungs alle Stilarten des Blues. She Ain't Got The Blues, Is It Right und No Questions bluesrocken schnörkellos geradeaus. Die Gitarrenläufe kommen knallhart und jederzeit sauber. Auf No Questions denke ich an ein Meeting von Albert Collins mit Jay Hooks.
Good old Chicago Style Blues servieren die Stripper dagegen auf You Know The Reason Why. Schlagzeug und Gitarre rasen um die Wette. Ich glaube, Henrik will hier Albert Lee's Geschwindigkeitsrekord brechen.
Bei Is It Right ertönen seine sechs Saiten sogar noch eine Spur mächtiger und seine Stimme klingt wie Eric Clapton nach einer operativen Stimmbandverbreiterung. Henrik Freischlader hat wirklich eine tolle Röhre. Wenn ich mir dagegen all die schwindsüchtigen Möchtegern Profisänger in unseren deutschen Landen so anhöre.

Und nicht vergessen sollte man Henrik's saustarke Band LASH. Rene Pütz spielt Bass und Organ und ist der Soundman. An der Schießbude sitzt Daniel Guthausen. Ein wirklich erstklassiges Trio hat sich da zusammengefunden.

Unbedingt erwähnenswert ist außerdem Henrik's witziges Nebenbluesproject. Mit der Formation FINAL STRAW fröhnt er mit lockerer Gitarrenhand dem traditionellen akustischen Blues. Näheres unter www.final-straw.de.

Also: In der nächsten Zeit immer mal auf der Website von Henrik Freischlader oder LASH nach der neuen Studio CD Ausschau halten. Das Hooked On Music wird natürlich auch davon berichten.
Um die Zukunft des Blues in Deutschland muß einem nicht Bange werden, solange Musiker wie Henrik Freischlader und LASH für frischen musikalischen Wind sorgen.

Joachim Domrath, 11.02.2004

 

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