Henrik Freischlader

Night Train To Budapest

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.12.2013
Jahr: 2013
Stil: Blues-Rock

Links:


Redakteur(e):

Frank Ipach


Henrik Freischlader
Night Train To Budapest, Cable Car Records, 2013
Henrik FreischladerVocals, Guitars, Bass, Drums
Moritz FuhrhopHammond B-3, Keyboards
Produziert von: Henrik Freischlader Länge: 63 Min 25 Sek Medium: CD
01. Point Of View07. Gimme All You Got
02. Everything Is Gone08. If This Ain't Love
03. Caroline09. My Woman
04. A Better Man10. Shame
05. Thinking About You11. Your Loving Was So Good
06. Down The Road

Seit seinem Debutalbum ("The Blues") im Frühjahr 2006 hat sich der Blues-Rocker Henrik Freischlader stetig weiterentwickelt, seinen Qualitätsstandard auf hohes internationales Niveau manövriert und reichlich Fans in ganz Europa für sich gewonnen.

Richtig erwachsen wurde Freischlader wohl mit seinem 2009er Album "Recorded By Martin Meinschäfer", das seinen ureigenen Stil in eine Richtung vorantrieb, die ihn sowohl durch seine Kompositionen als auch durch seinen seelenvollen Gesang und sein geschmackvolles Gitarrenspiel unverwechselbar machten. Eine Umstand, den kaum ein anderer Rockmusiker in Deutschland vorzuweisen hat.

Die zwischendurch von Freischlader komponierten und produzierten Layla Zoe und Tommy Schneller Alben zeugen ebenfalls von Qualitätsbewusstsein, Strebsamkeit, wenn nicht gar einem Hang zum "Workaholic", der unserem werten Henrik auf seinem neuen Solo-Output schon ein wenig die unaufhaltsame Schaffenskraft vergrätzt.

Nur knapp vierzehn Monate nach dem tollen "House In The Woods"-Album, das mit der kompletten Henrik Freischlader Band eingespielt wurde, zeigt sich der in Wuppertal wohnhafte Saitenkönig nun als unbeirrter Solokünstler, der abermals seinen Gesang, die Gitarren, den Bass und das Schlagzeug höchstpersönlich einspielte und nur auf die kollegiale Orgel-Unterstützung seines Band-Spezis Moritz Fuhrhop zurückgreift, um ein Album zu präsentieren, das gleich mit einem virtuosen und raketengleichen Höhepunkt beginnt (Point Of View), um in der Folge dieses absolute Weltklasse-Niveau nicht mehr ganz zu erreichen.

Das direkt anschließende, cool und funky groovende Everything Is Gone zeigt in den Strophen zum wiederholten Male Henriks sensible John Mayer-Affinität, um im Chorus auf einem verzwickten Blues-Rock-Riff unmissverständliche Härte anzuzeigen. Das radiokompatible Pop-Juwel Caroline zeigt den sympathischen Mützenträger von seiner kuscheligen Seite, samt anschmiegsamer Hookline.

"Night Train To Budapest" vertraut im weiteren Verlauf auf eine mehr gitarrenorientierte Schlagseite, Moritz Fuhrhops Hammond B-3 Beiträge rangieren eher im Bereich kongenialer Unterstützungsarbeit, während die Kompositionen in der zweiten Hälfte des Albums ein wenig beliebiger zu werden scheinen, wobei bereits bekannte Mechanismen und Formeln verwaltet werden, um den unbestritten hohen Standard der Freischlader-Songs zu bewahren. Dennoch gelingt es Freischlader bei einigen Songs nicht, zwingend neue Facetten bzw. wesentliche Nuancen hinzuzufügen, so dass ein nachhaltiger Aha-Effekt mitunter auf der Strecke bleibt, was bei einem zehnminütigen Slow-Blues wie My Woman und einem vor sich hin plätschernden Track wie Your Loving Was So Good offenkundig wird. Insofern verweilt "Night Train To Budapest" in seiner Gesamtheit auf einem gewohnt ansprechenden Niveau, bringt Freischlader aber nicht in den Bereich noch höherer Weihen, als jenen die er sich in den letzten sieben Jahren eh schon erspielt hat.

Frank Ipach, 30.11.2013

 

(C) 2008 - 2020 by Hooked on Music