Herbert Pixner & The Italo Connection

Live

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 31.12.2020
Jahr: 2020
Stil: Folk, Rock, Fusion, Jazz, Funk & Blues
Spiellänge: 171:26
Produzent: Herbert Pixner

Links:

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Plattenfirma: Three Saints Records


Redakteur(e):

Ralf Stierlen


s. weitere Künstler zum Review:

Tito And Tarantula

Titel
01. American Polka
02. Blus’n Auf
03. Summer Bossa
04. Tarantino
05. Aurelia
06. Breaking Bad
07. Misirlou
 
08. Gassman Blues
09. Novilunio
10. C Jam Blues
11. Sober (Ansage)
12. Sober
13. Electrifying Overture
14. Jazz Carnival
Musiker Instrument
Herbert Pixner Diatonic Accordeon, Clarinet, Flugelhorn, Trumpet & Percussion
Manuel Randi Guitar
Alex Trebo Keyboards & Synthesizer
Marco Stagni Bass
Martin Resch Saxophon & Vocals
Mario Punzi Drums
Max Castlunger Percussion
Gast:
Albert Rieder Trumpet (on Misirlou)

Die Südtiroler Allstars um Herbert Pixner wildern lustvoll in Blues, Jazz, Klassik (der „Bolero“ von Maurice Ravel wird auch angerissen) und Filmmusik („Pulp Fiction“) und bieten natürlich auch den originären Pixner-Sound, der so gerne wie international mit „finest handcrafted music from the Alps“ umschrieben wird. Ich sage, das ist Volksmusik wie sie immer sein sollte – unterhaltsam, virtuos, vielseitig und voller Lebensfreude. Und dabei verdammt cool. Wie ja auch Pixner im begleitenden Roadmovie ausführt, als er seinen Wechsel vom Heavy Metal zur steirischen Musik erklärt („Heavy Metal kann jeder – Ziehorgel, das  ist es“).

Die erste CD steht eindeutig unter dem Motto: laut, wild und mit vollem Spaß bei der Sache. Wie die Duracell-Hasen marschiert man durch die Genres (American Polka). Der „Bolero“ trifft auf High Speed Boogie Jam und „Johnny B. Goode“ (Blus’n Auf) und Manuel Randi legt mal so richtig los.

Aber es geht auch mal leichter, verspielter und mit sanftem Groove zu (Summer Bossa), bevor dann so richtig tief in die Filmkiste gegriffen wird (Tarantino). Da schaut dann auch mal „der Pate“ vorbei. Ach übrigens: Tito & Tarantula dürfen sich warm anziehen, hier kommen die wahren coolen Jungs.

Nach dem gefühligen Slow Blues mit viel Saxophon (Martin Resch ist schon eine echte Rampensau im besten Wortsinne) und Gitarre bei Aurelia nimmt man bei Breaking Bad an der Bar Platz – bluesig eingefärbt und irre intensiv bleibt dieses eindringliche Stück lange im Ohr. Zum Abschluss des ersten Silberlings wird man mit dem Dick-Dale-Klassiker Misirlou tief in „Pulp Fiction“ reingebeamt. Tour Manager Albert Rieder brilliert dabei an der Trompete.

War die erste Scheibe bei aller Launigkeit schon sehr virtuos, ziehen die Jungs auf der zweiten CD so richtig auf und präsentieren ihre individuelle Klasse und das blinde Verständnis im Kollektiv. Gassman Blues ist entspannt swingend, zum mit den Fingern schnippen. Novilunio bietet moderne Jazzfusion mit fantastischen Solospots, während beim C Jam Blues der Name Programm ist – ein flottes Teil mit starken Soli von Trompete, Keyboards und Bass.

Sober, die Komposition von Bassist Marco Stagni wirkt wie experimentelle sizilianische Beerdigungsmusik und ist ebenso cool wie scharf zugleich. Das ständige Live-Highlight bei Pixner-Konzerten Electrifying Overture wartet mit dem unnachahmlichen Akkordeonsound Pixners auf und bietet wieder bemerkenswerte Soli, nicht nur von dem fantastischen Manuel Randi.

Als Zugabe gibt es dann noch funkige Fusion mit dem Stanley Clarke-Titel Jazz Carnival, bei dem alle nochmals dem Affen Zucker geben können.

Ergänzt werden diese wirklich mitreißenden Liveaufnahmen von einem wirklich sehenswerten, achtzigminütigen Roadmovie von Christoph Franceschini und Mauro Podni. Dabei wird die siebenköpfige Band auf der Tour von 2019 begleitet, wobei alle Mitglieder ausführlich zu Wort kommen und auch über ihren musikalischen Werdegang sowie die Kollegen Auskunft geben. Das ergibt tolle Einblicke in die Welt der „Jungs, die einfach wieder Buben sein wollen“ (Pixner).

So ist das Live-Package von Herbert Pixner & The Italo Connection ein prall gefüllter Ausbund an Virtuosität, Spaß an der Musik und gelebter Spielfreude. Absolut hörens-  und sehenswert. 

 

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