Hidden In Plain View

Life In Dreaming


CD-Review

Reviewdatum: 20.06.2005
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Life In Dreaming, Drive Thru Records, 2004
Rob FreemanGuitar & Vocals
Mike SaffertGuitar
Chris AmatoBass
Joe ReoVocals
Spencer PetersonDrums
Produziert von: Jim Wirt Länge: 41 Min 39 Sek Medium: CD
01. Bleed For You07. The Innocent Ones
02. Ashes Ashes08. American Classic
03. A Minor Detail09. In Memory
04. The Point10. Top 5 Additions
05. Twenty Below11. Halycon Daze
06. Garden Statement

HIDDEN IN PLAIN VIEW pflegen eine eher popige, handwerklich saubere und klangtechnisch vollrunde Variante des Emocore und passen daher wie die Faust aufs Auge zu Drive Thru Records. Die Stärke der Band ist sicherlich die vokale Doppelspitze Freeman/Reo, was besonders in Stücken wie Garden Statement oder American Classic hervorsticht.

Dazu kommt eine richtiggehend spürbare enthusiastische Frische und Unbekümmertheit, mit der die Jungs aus Stanhope, New Jersey, die aber mittlerweile nach Kalifornien übergesiedelt sind, an ihre Sache herangehen. Da scheut man sich auch nicht vor einem eingängigen Power Pop, wie in The Point oder Halycon Daze oder auch einer Art Singer-/Songwriter-Emo wie in The Innocent Ones. Man beherrscht das Spiel auf der Klaviatur der Gefühle zwischen Trauer, Wut, Verzweiflung, Hoffnung und Freude, verpackt mit effektiven Gitarren und kernigen Drums.

Emocore ist ein wenig der Punk der ausgehenden Neunziger Jahre: Kraftvoll auf den Punkt kommend, schreit man das Lebensgefühl heraus, nur das man inzwischen etwas mehr als die berühmten drei Akkorde gelernt hat. Bands wie HIDDEN IN PLAIN VIEW halten das Fähnlein mit Überzeugung und Hingabe aufrecht, auch wenn die große Welle der Emobands abgeebbt ist und Emo fast wie ein Schimpfwort wirkt.

Ralf Stierlen, 20.06.2005

 

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