Hollis Brown

Ozone Park

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.06.2019
Jahr: 2019
Stil: Classic-Rock, Pop
Spiellänge: 34:38
Produzent: Adam Landry

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Plattenfirma: Cool Green Recordings / Mascot Label Group


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Simply Red

Kings Of Leon

Talk Talk

Live

Ryan Adams

Titel
01. Blood From A Stone
02. Stubborn Man
03. She Don't Love Me Now
04. Do Me Right
05. After The Fire
 
06. Forever In Me
07. Someday Soon
08. The Way She Does It
09. Bad Mistakes
10. Go For It
Musiker Instrument
Mike Montali Vocals, Guitar
Jonathan Bonilla Guitars
Chris Urriola Bass
Adam Bock Keys
Andrew Zehnal Drums

"Während ich in Queens aufwuchs, habe ich mich in all diese verschiedenen Arten von Musik verliebt", erzählt HOLLIS BROWN Sänger Mike Montali, "wir hatten Hip-Hop, es gab Funk Music, wir hörten Rock 'n' Roll Music und wir hatten die Singer-Songwriter. Jeder in unserer Band liebt all diese unterschiedlichen Sachen, deshalb ist es so toll alles auszuprobieren und alles irgendwie, irgendwo einzubauen. Da sind wir alle ziemlich offen".

Und genau diese unerschrockene, offene Haltung spiegelt sich auf dem neuesten Streich der New Yorker Truppe um Sänger Mike Montali und Gitarrist Jonathan Bonilla wider. Auch wenn die Jungs es vielleicht nicht allzu gerne hören, doch "Ozone Park" (ein mulitikulturelles Stadtviertel in Queens) wirkt wie ein lustvoller, aber auch wehmütiger Rückblick auf die goldenen Jahrzehnte der Pop- und Rockmusik.

"Klar, man wird zwangsläufig immer mit den alten, großartigen Bands verglichen", resümiert Mr. Montali. "Doch wir treten an, um zu beweisen, dass der wundervolle alte Kram auch auf moderne Art wieder in die Welt hinaus getragen werden kann. Wir fühlen uns tatsächlich wie einer der letzten großen amerikanischen Rock-Bands".

Eine selbstbewusste Haltung, fürwahr. Aber die inzwischen sehr erfahrenen New Yorker Jungs wirken tatsächlich nicht großkotzig, weil "Ozone Park" eben all das hält, was die Herren Musiker versprechen. Knappe 34 Minuten Lust und Laune. Ein Ohrwurm jagt den nächsten. Auf ganz liebenswerte Art prickelnd frisch und dennoch so angenehm old school, wie man es sich wünscht. Um so erfreulicher, denn HOLLIS BROWN besitzen die Gabe, sich mit jedem ihrer Alben seit 2009 ein bisschen neu zu erfinden. Mal Americana, mal Rock, mal Singer-Songwriter Style, jetzt eher unpeinlicher Pop mit Rock-Attitüde. Großartig.

Und auch wenn es die Jungs vielleicht nicht so mögen, schießen einem beim Hören des Albums - gerade als jahrzehntelang erprobter Musikkonsument - zwangsläufig zahlreiche Bands in den Sinn, die man mit dem Sound der jeweiligen Titel in Verbindung bringt. Interessanterweise erinnert der Opener Blood From A Stone an eine Nummer, die durchaus auch dem Debütalbum von SIMPLY RED einen würdigen Platz gefunden hätte. Trotz Spätsiebziger Jahre Streicherbreitseite.

She Don't Love Me Now dagegen klingt mal wie eine Nummer von ihrem letzten Album "3 Shots". Fluffiger Ryan Adams Style. Das pulsierende Do Me Right klingt volle Pulle nach Achtziger Jahre. Wie eine verrückte Mischung aus TALK TALK und ICEHOUSE. Gesanglich scheint noch ein klitzekleines Stückchen LIVE (Ed Kowalczyk) mit durch. 

Forever In Me schlägt mit seinem popeligen 808 Drumcomputer-Sound und den billigen Keyboard-Sounds ebenfalls in diese 80s Kerbe. Das beschwingte Someday Soon erinnert entfernt an alte GO-BETWEENS Grant McLennan Songs, obwohl Sänger Montali im Chorus Mick Hucknalls Timbre trifft. Verrückte Allianz. Das von deftigen Fuzz-Gitarren gesäumte Bad Mistakes dröhnt wie eine räudige Kreuzung aus ganz frühen KINGS OF LEON und MC 5.

Das von vorne bis hinten total unterhaltsame und spaßige Album schließt mit dem funky infizierten Go For It und beweist einmal mehr, dass selbstbewusste und aufgeschlossene Bands wie HOLLIS BROWN der heutigen Musikwelt nur gut tun können. Was die Kollegen von SHEEPDOGS zuletzt für die kernige Rock-Fraktion zu Wege brachten, fächern HOLLIS BROWN nun noch ein wenig breiter auf und scheuen nicht vor latent charts-verdächtigen Pop-Songs zurück. Ein klassischer Genuss.

 

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