Honeymoon Suite

HMS Live

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.06.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Honeymoon Suite
HMS live, Frontiers Music, 2004
Johnny DeeVocals, Guitar
Derry GrehanGuitar
Bret CarriganDrums
Peter NunnKeyboards
Rob LaidlawBass
Live at the Gods Festival, 2002 Länge: 64 Min 12 Sek Medium: CD
1. Other side of midnight8. What does it take
2. What I know9. Feel it again
3. Stay in the light10. All along you knew
4. Burning in love11. Looking out for No. 1
5. Wave babies12. Guitar solo
6. Touch the sun13. Bad attitude
7. Piano solo14. New girl now

HONEYMOON SUITE gehörten nie zu den ganz Großen der Melodic Rock-Szene. Mit Pech, schlechtem Timing und Business Problemen lässt sich vieles erklären. Vieles, aber eben nicht alles.

Bei HONEYMOON SUITE muss man auch einfach den Finger in die offene Wunde legen und feststellen, dass andere Bands wie LOVERBOY oder allen voran BON JOVI einfach die besseren Songs zu bieten hatten und zu allem Überfluss auch noch in weitaus größerer Anzahl.

Hier ein New girl now, da ein Bad attitude, das ist unter dem Strich einfach zu wenig um im Konzert der ganz großen des Melodic-Rocks an vorderster Front mitzuspielen. Man muss HONEYMOON SUITE allerdings auch attestieren, dass sie immer ihr bestimmtes Qualitätslevel hatten und dementsprechend eine verlässliche Größe darstellten, das Überfliegeralbum "The big prize" jetzt einmal bewusst außen vor gelassen. So zwei, drei starke Songs waren eigentlich auf jedem Album vertreten.

Wirft man diese Stücke alle zusammen auf eine CD, wie zum Beispiel bei vorliegendem Livemittschnitt, dann kommt dabei schon eine ansprechende Sammlung zusammen, die allerdings den Blick auf das Gesamtwerk der Band etwas verklärt.

Insgesamt gibt es acht Überschneidungen mit dem 95er-Livealbum "13 live", doch das ist angesichts der Klasse, mit der HONEYMOON SUITE einige Songs auf "HMS live" interpretieren, vernachlässigbar.

Der Opener Other side of midnight transportiert perfekt den urwüchsigen Enthusiasmus, mit dem die Band die Bühne stürmt um das Publikum zu erobern. Das ist allerdings noch gar nichts gegen Derry Grehans Gitarrensolo das nahtlos in eine energische Version von Bad attitude übergeht. Dieser stilistische Kniff ist zwar gnadenlos bei BON JOVI abgekupfert, die 1985 bei ihren Japankonzerten auf diese Weise die besten Versionen von In and out of love einspielten, ändert aber nichts an seiner Effektivität.

Mit New girl now macht die Band ohnehin nie etwas falsch, aber die große Überraschung und der eigentliche Höhepunkt des Albums ist All along you knew mit seiner mitreißenden keltisch inspirierten Keyboardmelodie.

Würde "HMS live" nicht unter den bei Mitschnitten vom 'Gods of A.O.R.'-Festival bekannten Sounddefiziten leiden, dann wäre dieses Album uneingeschränkt zu empfehlen. So aber muss man leichte Abstriche in Kauf nehmen, die vor allem eingeschworene Fans der Band am wenigsten abschrecken dürften.

Martin Schneider , (Impressum, Artikelliste), 11.06.2005

 

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