Horisont

Två Sidor Av Horisonten


CD-Review

Reviewdatum: 06.10.2009
Jahr: 2009
Stil: Retro Rock

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Redakteur(e):

Kristin Krauß


Horisont
Två Sidor Av Horisonten, Crusher, 2009
Axel SöderbergVocals
Charlie Van LooGuitar
Kristofer MöllerGuitar
Magnus DelborgBass
Pontus JordanDrums
Produziert von: Horisont Länge: 46 Min 55 Sek Medium: CD
01. Nightrider06. Horisont Boogie
02. Just Ain't Right07. Du Röde
03. High Time08. Visa Vägen
04. The Unseen09. Tiggaren
05. Oh, My Lord10. Efter Min Pipa

"In Schweden gehen die Uhren anders", singen DIE ÄRZTE in ihrem herrlich wirren Jeg elsker Sverige, und seitdem möchte man diesen Satz gern immerzu zitieren.

Zum Beispiel beim Hören des Erstlings der schwedischen Rocker HORISONT. Die Musik klingt ziemlich genau so, wie die fünf Jungs aus Göteburg aussehen und hinterlässt nicht nur den Eindruck, dass die Uhren in Schweden anders gehen, sondern dass Schweden alle lange Haare, Jeans mit Schlag und Lederjacken tragen und den ganzen Tag satten 70er Jahre Heavy Rock produzieren.

Dem ist natürlich nicht zu 100 Prozent so, aber richtig schlimm wäre es auch nicht, wenn das, was dabei rauskommt so klingt wie "Två Sidor Av Horisonten".

Lässt man die bereits viel zitierten BLACK SABBATH Vergleiche mal außen vor, haben wir hier ein Album, dass gehörig groovt - und zwar aufgrund der ziemlich simplen, aber knallig umgesetzten Mischung aus klassischem Seventies-Rock mit einer Spur heftig Metal, etwas Progressive und ordentlich Blues und Boogie. Schließlich müssen sich die Matte und der Hintern auch ordentlich dazu schütteln lassen.
Die kraftvoll-melodischen Gitarren mit mächtig Wah-Wah, Slide und Gniedel, ein schöner Bass jenseits von überflüssigem Geblubber und solide rockende Schlagzeugarbeit sind zwar nicht unbedingt innovativ, aber heben in der hier eingespielten Umsetzung die Laune selbst bei Dauerregen.
Und eine unerwartete Wendung weist das Album dann dennoch nach etwa der Hälfte auf: Schluss mit englischen und her mit schwedischen Texten, heißt da das Motto. Und warum auch nicht - der Gesang von Axel Söderberg klingt hier wie dort genauso schön abgefahren und gibt der Zeitreise sozusagen das letzte i-Tüpfelchen.

Bei allen Retro-Anklängen ist HORISONT ein Heavy Rocking Boogie Album gelungen, dass so viel Spaß macht, dass einem eigentlich wurscht ist, dass die 70er schon länger als fünf Minuten vorbei sind.

Kristin Sperling, 04.10.2009

 

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