Hundred Seventy Split

HSS

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.03.2014
Jahr: 2014
Stil: Blues Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Hundred Seventy Split
HSS, Corner House Records, 2014
Joe GoochVocals, Guitars
Leo LyonsBass
Damon SawyerDrums
Guests:
Billy LivseyHammond Organ
Sean FullerDrums
Produziert von: Leo Lyons Länge: 55 Min 52 Sek Medium: CD
01. Pork Pie Hat06. The Sound Of Goodbye
02. I Never Saw It Coming07. The Devil To Pay
03. Gonna Dance On Your Tombstone08. What The Devil Loves
04. Let Me Go09. The Devil To Pay (Reprise)
05. Columbus Stockade Blues10. King Of The Blues

Schade, TEN YEARS AFTER, Woodstock-Legende und seit 1967 Urgestein der britischen Blues-Rock-Szene begeben sich nun offiziell in den Vorruhestand. Ric Lee und Chick Churchill wollen eventuell mit neuen Leuten weitermachen, doch es wird sicherlich schwer, so potente Mitstreiter wie Leo Lyons und Joe Gooch (der einst Alvin Lee ersetzte) zu finden.

Die beiden "Abtrünnigen" Lyons und Gooch machen aber glücklicherweise mit ihrem einstmals als side-project gestarteten HUNDRED SEVENTY SPLIT weiter und legen nun mit "HSS" ihren zweiten Longplayer vor, der die Klasse des Vorgängers "The World Won't Stop" locker halten kann. Wer also die 2010er Langrille mochte, darf hier ohne Bedenken ein weiteres Mal zugreifen. Denn die gelungene und kompetente Mixtur aus Siebziger Jahre inspirierten Blues-Rock-Krachern zieht sich ohne wesentliche Schwachpunkte durch die zehn selbsverfassten Tracks.

Joe Gooch, der auch als Sänger Qualität beweist, brilliert als in höchstem Maße talentierter Gitarrist, fuddelt und flitzt nicht ständig wie ein Irrer durch die Gegend, sondern bietet geschmackvolle Soli und melodisch anspruchsvolle Blues-Rock-Riffs und Licks, stimmt seine Klampfe wie bei Gonna Dance On Your Tombstone auch mal runter und klingt dabei böse und gewaltig fett und stampfend.
Mit The Sound Of Goodbye haben HUNDRED SEVENTY SPLIT auch eine völlig unpeinliche Rock-Edelballade im Gepäck. The Devil To Pay überzeugt mit leichter Popsong-Patina und hätte wohl auch dem letzten Devon Allman Soloalbum gut zu Gesichte gestanden, während die Jungs zum Ende des Album noch mal richtig die Sau rauslassen und ein pfeilschnellen Boogie à la Rory Gallagher bzw. Tony Spinner in die Manege schicken.

"HSS" bringt im Grunde nichts Neues, sammelt aber trotzdem jede Menge Sympathiepunkte, weil es wohlvertraute Muster so packend und zwingend aufbereitet, dass man dieses Album als Blues-Rock-Fanatiker unbedingt auf seine Einkaufsliste setzen sollte. Saubere Arbeit, Männer.

Frank Ipach, 01.03.2014

 

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