Hyde

Faith

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.10.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Hyde
Faith, Gan-Shin Records, 2006
Hyde Vocals
Kaz Guitar & Programming
Danny Lohner Bass
Craig Adams Bass (Countdown & Seasons Call)
Scott Garrett Drums
Saroshi Mishida Piano (Jesus Christ)
Lynne Hobday Voice (Countdown & Seasons Call)
Produziert von: Hyde & Kaz Länge: 45 Min 14 Sek Medium: CD
1. Jesus Christ6. Faith
2. Countdown7. Dolly
3. Made In Heaven8. Perfect Moment
4. I Can Feel9. Mission
5. Seasons Call10. It's Sad

Ich muss zugeben, die letzte Longplay-Veröffentlichung des ehemaligen Sängers der Gruppe L' ARC EN CIEL "666" hatte mir nicht so sonderlich gefallen, wirkte sie doch irgendwie verkrampft im Schielen nach dem westlichen Markt und dessen Publikum. Bei dem neuesten Streich des durchaus charismatischen HYDE jedoch ist die Verbindung zwischen zeitgemäßen Rockeinflüssen und japanischer Tradition sehr viel besser gelungen. Dazu kommt eine sehr ordentliche, vor Saft und Kraft nur so strotzende Produktion, von der sich manches US-Major-Erzeugnis eine dicke Scheibe abschneiden könnte.

Auf "Faith" gibt es satten, direkten, melodiösen Rock, irgendwo zwischen Alternative und Mainstream, der keine Furcht vor Pathos zeigt (Jesus Christ, I Can Feel), zumal die Texte sehr spirituell und von christlichen Themen beeinflusst sind, aber auch gut zur Sache kommen (Countdown, Made In Heaven). Erfreulicherweise gelingt es HYDE dabei mit seinem musikalischen Pendant Kaz, der neben den Gitarrenklängen auch für die Produktion verantwortlich zeichnet, gerade im amerikanischen AOR-Bereich so ärgerliche seichte Stellen zu umschiffen, alles ist sehr brauchbar komponiert, stilvoll arrangiert und schlichtweg einfach gut gemacht, wobei man sich freilich auch westlicher Fachkräfte bedient hat: Bassist Danny Lohner war u.a. schon für NINE INCH NAILS, MARILYN MANSON und A PERFECT CIRCLE tätig und Drummer Scott Garrett hat Meriten bei THE CULT und THE MISSION erworben.

Sicherlich ist HYDE der mit Abstand (ver-)westlichste der aktuellen Visual-Kei-Generation und nicht so speziell wie DIR EN GREY oder die Kollegen von D'ESPAIRS REY. Aber er ist immer noch ein gutes Stück anders als die üblichen stromlinienförmigen Pop-Rocker, die bisher noch die Medien beherrschen. Man möge sich nur mal Seasons Call zum Beispiel nehmen: da schimmert immer noch ein gutes Stückchen japanischer Musiktradition durch das rockige Gewand. Und mit Mission ist Hyde sogar ein richtig hitverdächtiges Häppchen gelungen.
So ist "Faith" ein richtig zufriedenstellendes Album zwischen Gefühl und Härte und zwischen West und Ost geworden.

Ralf Stierlen, 18.10.2006

 

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