Illusion Suite

Final Hour


CD-Review

Reviewdatum: 31.07.2009
Jahr: 2009
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Illusion Suite
Final Hour, Limb Music, 2009
Oyvind "Lionhart" LarsenGitarre
Roger BjorgeSchlagzeug
Bill MakatowiczGesang
Dag Erik JohnsenBass
Produziert von: Oyvind "Lionhart" Larsen Länge: 61 Min 48 Sek Medium: CD
01. The W.I.R.E06. The Passage
02. Scarlet Skies07. Pandora's Box
03. The Devil In Your Heart08. The Adventures Of Arcan
04. Once We Were Here09. A Ghost From The Past
05. A Moment To Remember

Bei Norwegen und Metal denken die meisten Musik-Fans direkt an Black Metal der düstersten Sorte, brennende Kirchen und Satanismus. Im dessen Schatten hat sich aber eine beachtliche Prog-Metal-Szene herausgebildet, an deren Spitze CIRCUS MAXIMUS und PAGAN’S MIND stehen. Nun gesellt sich mit ILLUSION SUITE eine dritte Band hinzu, die zeigt, dass Norweger nicht immer nur böse sind.

Ihre Musik ist dabei deutlich hörbar von SYMPHONY X beeinflusst. So hätten die beiden ersten Stücke The W.I.R.E. und mit leichten Abstrichen auch Scarlet Skies problemlos auf dem letzten Opus der Amerikaner “Paradise Lost“ erscheinen können. Wobei der Band um Michael Romeo und Russell Allen Scarlet Skies wohl zu „popig“ gewesen wäre. Das Stück klingt phasenweise eher nach PINK CREAM 69 als nach Prog. Aber das gilt eigentlich für das gesamte Album. Sicherlich hier und da gibt es einige Prog-Elemente wie komplizierte Soli, zahlreiche Rhythmuswechsel und überlange Songs. Aber das ist deswegen noch lange kein Prog, sondern erst mal lediglich gut gemachter Heavy Metal.

Und genau den bekommt der Hörer auf “Final Hour“ zu hören. Wirklich guten Metal sogar. Sensationell oder Atem beraubend ist es zwar nicht, was die Norweger hier präsentieren, sie können aber sowohl von den individuellen Fähigkeiten als auch was das Songwriting anbelangt schon mit den Großen mithalten. Nur vom Thron stoßen ILLUSION SUITE sie dann eben doch nicht. Denn dafür fehlt “Final Hour“ das Überraschungsmoment, etwas, was die Eigenständigkeit der Gruppe hervorheben würde. Trotzdem muss man den Hut vor der Band ziehen, denn schließlich ist “Final Hour“ das Debüt der Gruppe. Und dafür ist es dann doch wieder recht beachtlich ausgefallen, denn schwache Momente sucht man hier vergebens. Manches kommt einem beim Hören jedoch allzu vertraut vor. Sollte die Band das beim nächsten Album abstellen können, dann hat sie das Zeug zu einer großen Karriere. Bis dahin sind weiter CIRCUS MAXIMUS und PAGAN’S MIND die Spitze des norwegischen Prog-Metal.

Marc Langels, 31.07.2009

 

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