Imagika

Devils On Both Sides


CD-Review

Reviewdatum: 17.03.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Imagika
Devils On Both Sides, Mausoleum/Soulfood, 2005
Norman SkinnerVocals
Steven D. RiceGuitars
Pat TomsGuitars
Elena LucianoBass
Henry MorenoDrums
Produziert von: Neil Kernon Länge: 46 Min 58 Sek Medium: CD
1. In Your Shadows 6. Back To The Beginning
2. Hexed7. Voice Of Prejudice
3. Evil's Rising8. Spellbound
4. Devils On Both Sides9. Dead Eye Stare
5. Last Battalion10. Vigilante

Wahnsinn, was mir da aus den Boxen entgegen schallt. Schon beim ersten hören von "Devils on Both Sides" wird schnell klar wer die Vorbilder von IMAGIKA sind. Exodus, Death Angel, Slayer...80s Thrash Metal halt.

Gegründet wurde die Truppe 1993 von Mastermind und Gitarrist Steven D. Rice und David Michael (Gesang). Mit Erfolg schlug man sich durch einige Tourneen und 3 Alben, bis sich 2002 Sänger David Michael mitten in den Aufnahmen zu "Devils on Both Sides" entschied die Band zu verlassen. Leider hatte er schon die meisten der Tracks eingesungen, so das es im Endeffekt vom letzten Album 4 Jahre und einen neuen Sänger brauchte, bis die neue Scheibe endlich im Kasten war. Das Bassistin Elena zwischendrin noch ein Baby bekam, viel da auch nicht mehr groß ins Gewicht.

Positiv für den Sound waren die Veränderungen alle Male. Neil Kernon sorgte für eine fette Produktion und Dank dem neuem Sänger Norman Skinner, der auch neue Lyrics für alle Songs verfasste, endlich mit fähigem Sänger ausgestattet, kommen auch die Vocals so wie sie sollten. Der Doublebass wird bis zum Heft durchgedrückt, allerdings ist man nicht mehr durchgehend so thrashig wie auf den ersten Alben, die Tendenz geht auch in Richtung US-Power Metal, ohne die Trash Roots zu verlieren. Auch der neue (zweite) Gitarist Pat Toms trägt eine Menge zum neuen IMAGIKA Sound bei, die Gitarren sägen und shreddern das es nur so eine Freude ist.

Der Opener In Your Shadow gibt gleich mächtig Gas, ebenso wie Hexed oder der Titel Track Devils On Both Sides, mit Back To The Beginning oder Vigilante bewegt man sich mehr auf "normalem" Metal Niveau, allerdings ohne die Geschwindigkeit wesentlich zu drosseln. Insgesamt verschwimmen die Stile der 80er Thrash und Power Metal Pioniere, und wenn man genau hinhört, findet man auch noch Judas Priest oder Mercyful Fate Einflüsse.

Hört einfach mal in die genannten Tracks rein. "Devils On Both Sides" ist sicherlich eines der besten Thrash/Power Metal Alben der Neuzeit. Nackenkrampf Garantie sozusagen.

Jörg Litges, 17.03.2005

 

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