In Death Of Steve Sylvester

Humanomalies


CD-Review

Reviewdatum: 17.08.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


In Death Of Steve Sylvester
Humanomalies, Noize Factor/Lucifer Rising, 2002
Steve SylvesterVocals
Oleg SmirnoffKeyboards, Synthesizers
Emil BanderaGuitars
Anton ChaneyDrums
Kaiser SoseBass
Länge: 57 Min 03 Sek Medium: CD
1. The sideshow9. Sympathy for the devil
2. Grand Guignol10. Circus of death
3. Hell on earth11. Feast of fools
4. Pain12. Evil freaks
5. Mind monstrosity13. American psycho
6. The sleep of reason14. Weird world
7. Miserere15. Abnormal
8. Sinful dove

Das Intro The sideshow erinnert fatal an Inside the electric circus von WASP. Also, Manege frei für IN DEATH OF STEVE SYLVESTER!

Die italienischen Horror-Schock-Rocker, die immerhin schon seit 1977 die Szene unsicher machen, haben mit ihrem neunten Album ein kleines Meisterwerk veröffentlicht.

Schon Grand Guignol macht deutlich, dass hier nicht die nachmittägliche Kindervorstellung stattfindet, eher schon die extrascharfe mitternächtliche Show für das abgebrühte, erwachsene Publikum.

Die Gesichter der Clowns sind zu teuflischen Fratzen verzerrt, während die Tiger anstatt durch brennende Reifen zu springen, genüßlich den Dompteuren die Gedärme aus dem Leib ziehen. Willkommen in der Hölle!

In dem Fall möchte man es mit den Worten von AC/DC sagen: Hell ain't a bad place to be! Humanomalies klingt, als hätten sich ALICE COOPER und MARILYN MANSON zusammengerauft um gemeinsam das ultimative musikalische Statement abzugeben.

Jede Musikgeneration hat ihre eigenen rebellischen Hymnen in einem ihr typischen Sound hervorgebracht. Satisfaction, My generation, Born to be wild, School's out, Breaking the law, Animal... auf diesem Album findet ihr deren aktualisierte Fortsetzung. Laut, wild, rau und ungeschliffen.

Selten zuvor wurde traditioneller, schmutziger Heavy-Rock mit einem modernen Soundgewand so stimming in Einklang gebracht. Staubige Rockerhymnen werden unbarmherzig durch den Elektronikfleischwolf gedreht. Durch die Zerstörung des Alten wird Neues geboren. Neues aber, das seine Ursprünge nicht verleugnen kann und will.

Dadurch kann "Humanomalies" für viele traditionelle Rockfans, die sich bisher mit modernen Klängen schwer getan haben zur Brücke in eine neue musikalische Welt werden.

Bewundernswert, was IN DEATH OF STEVE SYLVESTER noch aus Sympathy for the devil herausgeholt haben, zählt die Nummer für mich doch eher zu den schwachen Stücken der ROLLING STONES. Doch die eigentlichen Höhepunkte stammen aus eigener Feder, wie beispielsweise das eingängige Sinful dove, der straighte Opener Grand Guignol oder das treibende Evil freaks.

Ein dermaßen starkes und intensives Album hatte ich von IN DEATH OF STEVE SYLVESTER nun wirklich nicht erwartet. Jetzt aber seid gefälligst ihr an der Reihe. Los, ihr COOPER-Cracks und MANSON-Maniacs, springt schon über das Stöckchen, dass ich euch hinhalte und sichert euch schleunigst dieses Album.

Martin Schneider, 17.08.2002

 

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