In Flames

I, The Mask


CD-Review

Reviewdatum: 01.03.2019
Jahr: 2019
Stil: Metal
Spiellänge: 50:57
Produzent: Howard Benson

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Plattenfirma: Nuclear Blast


Redakteur(e):

Kay Markschies


s. weitere Künstler zum Review:

Metallica

Katatonia

The Gathering

Titel
01. Voices
02. I, The Mask
03. Call My Name
04. I Am Above
05. Follow Me
06. (This Is Our) House
 
07. We Will Remember
08. In This Life
09. Burn
10. Deep Inside
11. All The Pain
12. Stay With Me
Musiker Instrument
Anders Fridén Gesang
Björn Gelotte Gitarre
Niclas Engelin Gitarre
Bryce Paul Bass
Joe Rickard / Tanner Wayne Schlagzeug

Oh, oohh, ein neues IN FLAMES-Album … wir wissen alle, in welche Richtung das laufen wird. Man muss kein großer Prophet sein, um festzustellen, dass in den kommenden Wochen die Metal-Medien mit Diskussionen über das neue Output des Schweden-Fünfers voll sein werden.

Und, ich nehme es vorweg, „I, The Mask“ wird diese Diskussionen nicht verstummen lassen.
Von der Band, die in den Neunzigern wie keine zweite Band schwedische Metal-Musik international in die vorderste Position gedrückt hat, ist wirklich so gut wie nichts übriggeblieben.

Versteht mich nicht falsch, auch andere Bands haben ihren Stil im Laufe der Jahre weiterentwickelt, z.B. KATATONIA oder THE GATHERING. Aber in der Regel haben es diese Musiker geschafft, musikalisch weiter spannend zu klingen. Bei IN FLAMES hat man hingegen seit Jahren das Gefühl, dass in erster Linie auf Airplay im Radio oder auf Festival-Mitgröhl-Refrains gesetzt wird.

Komisch bei dieser Veröffentlichung finde ich auch, dass man mit Burn und I, The Mask gerade die beiden Songs vorab veröffentlicht hat, die von der Härte und Stil noch am ehesten an die Wurzeln der Band erinnern. Als ob man sich mit den restlichen Songs nicht so recht heraustrauen würde.

Die sind spieltechnisch zwar gar nicht mal so schlecht und zum Vorgänger „Battles“ muss man auch positiv attestieren, dass nicht mehr ganz so viel mit Samples herumgespielt wird und der Sound wieder etwas fetter geworden ist. Die restlichen acht Midtempo-Songs sowie die zwei Halbballaden Follow Me und Stay With Me bekämen andere aufstrebende Metalcore-Bands aber ehrlicherweise genauso gut hin.

Und in der Fülle der melodisch gesungenen Refrains fehlt es dann auch irgendwie am Wiedererkennungswert.

Ein wenig erinnert die Situation um IN FLAMES an die von METALLICA Ende der 90er Jahre. IN FLAMES wirken in den letzten Jahren orientierungslos und scheinen die Skills, die sie einst zurecht zu einer der führenden Metalbands auf diesem Globus gemacht haben, derzeit nicht abrufen zu können.

Ich hoffe inständig, dass die Schweden musikalisch irgendwann noch einmal die Kurve kriegen. Denn bei allem kommerziellen Erfolg, den „I, The Mask“ ohne Zweifel bringen wird, wünsche ich IN FLAMES in erster Linie und aus vollem Herzen wieder musikalische Inspiration und ein Album, das nur in zweiter Linie auf den kommerziellen Erfolg schielt.

 

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