Isaak

The Longer The Beard The Harder The Sound


CD-Review

Reviewdatum: 10.06.2013
Jahr: 2013
Stil: Stoner Rock

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Isaak
The Longer The Beard The Harder The Sound, Small Stone Records, 2013
Giacomo H. BoedduVocals
Francesco RaimondiGuitar
Massimo PerassoBass
Andrea Tabbi' De BernardiDrums
Gäste:
Bernardo RussoSynthesizer (on Flood & Hypotesis)
Emanuele Eimani MillettiSitar (on Hypotesis)
Giulia PirasAdditional Vocals (on Flood)
Produziert von: Isaak Länge: 53 Min 28 Sek Medium: CD
01. Haywire07. Adrift
02. Under Siege08. Hypotesis
03. Breaking Balance09. Fearless
04. Flood10. Wrathchild
05. Red (The Colour Of God)11. The Right Time
06. Rest Of The Sun12. Isolation 2.0

Ursprünglich nannte sich die Band aus Genua GANDHI’S GUNN, aber aus mir nicht bekannten Gründen entschied man sich dann doch lieber für das kürzere und griffigere ISAAK. Mit der Umbenennung kam man beim Label Small Stone Records unter und das ist auch genau die richtige Heimat für den riffgesättigten, staubtrockenen Stoner Rock der Italiener. “The Longer The Beard The Harder The Sound“ wurde zunächst 2012 als LP von der Band höchst selbst unters Volk gebracht, nun gibt es bei der Neuauflage via Small Stone gleich vier Bonustracks. Darunter fallen die beiden Coverversionen von Wrathchild, im Original bekanntermaßen von IRON MAIDEN und Fearless, einem Songs von PINK FLOYD ins Auge. So richtig durchzustarten vermögen ISAAK damit allerdings nicht, PINK FLOYD auf Stoner ist dann doch etwas gewagt und der IRON MAIDEN Song kommt gar etwas zahnlos daher.

Der eigene Stoff der Azzuri kommt da eher aus den Puschen, auch wenn vieles ein wenig nach Stoner-Baukasten klingt. Immerhin hat man die Produktion auch ordentlich breiig gehalten, wie es sich für die Mucke gehört – “The Longer The Beard…“ ist ganz bestimmt kein Hochglanzprodukt geworden. Die durchaus soliden Stücke ähneln sich auf Dauer dann doch ein bisschen zu sehr, um auf Sicht bei Laune zu halten. Rühmliche Ausnahme ist der psychedelische Longtrack Hypotesis mit indischen Einflüssen und Fuzzorgien versehen, zeigt der mal wirklich Kante.

Ansonsten ist das Album eher solide Hausmannskost für Liebhaber von Bands wie FU MANCHU, ROADSAW oder HERMANO. Ganz nett für zwischendurch, aber auch recht schnell wieder in der Wüstensonne verglüht. Es sei denn, die Italiener verlegen sich demnächst mehr auf die schräge Schiene wie bei Hypotesis, dann könnte das noch ganz spannend werden.

Ralf Stierlen, 05.06.2013

 

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