Isildurs Bane

Songs From The Observatory


CD-Review

Reviewdatum: 20.07.2005
Jahr: 2005

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Isildurs Bane Homepage



Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Isildurs Bane
Songs From The Observatory, Ataraxia Music, 2005
Mariette Hansson Vocals, Guitar
Therese Allbjer Backing Vocals
Mats Johansson Keyboards, Treatments, Backing Vocals
Fredrik Johansson Bass
Mats Persson Treatments
Kjell Severinsson Drums
Jonas Christophs Guitar
Christian Saggese Guitar
Peter Skoog Violin
Michael Nielsen Violin
Jan Svensson Viola
Anna-Stina Mühlhauser Cello
Produziert von: Mats Persson Länge: 14 Min 02 Sek Medium: EP
1. People Are Afraid3. Under The Mind
2. Without Grace4. No Choice (I'm Still Here)

Quasi als Nachklapp zur DVD "Mind Vol.5: The Observatory" gibt es nun von der bereits seit 1981 aktiven schwedischen Prog-Legende ISILDURS BANE eine EP, die, streng limitiert auf 1000 Kopien, damals unveröffentlichte Tracks über das bandeigene Label Ataraxia weltweit zugänglich macht. Wobei: Der Plural im Zusammenhang mit "unveröffentlicht" ist eigentlich nicht zutreffend, denn die ersten drei Titel gab es bereits auf der DVD als Bonustracks.
Lediglich No Choice (I'm Still Here) ist also komplett neu, wobei sich dann die Frage stellt, wer dieses Werk tatsächlich braucht. Für den ISILDURS BANE-Fan ist es jedenfalls eine enge Entscheidung, ob er sich für die dreieinhalb Minuten dieses Songs wirklich das komplette Teil anschaffen muss. Aber natürlich gibt es Leute, die einfach alles von "ihrer" Band haben müssen.

Für alle anderen, die insbesondere die DVD nicht besitzen (so wie der Rezensent), lohnt sich die Sache schon eher, findet sich auf dieser EP doch entrückt-schöne Musik, die allerdings weniger für ausgewiesene Proggies oder Anhänger von ISILDURS BANE der frühen Jahre zu empfehlen ist, sondern für Anhänger gut gemachten und außergewöhnlich instrumentierten und arrangierten Art Pops mit leicht folkloristischer Note.
Denn sämtlichen vier Stücken drückt Mariette Hansson deutlich ihren Stempel auf, die als Co-Autorin (gemeinsam mit Mats Johansson) fungiert und als Sängerin mit ihrer unter die Haut gehenden Stimme brilliert.
Die ruhige, entspannte Stimmung, die allen Songs eigen ist, führt den Hörer raus aus dem Alltag in ein verwunschene, wenn auch von Nebelschwaden durchzogene Traumwelt.
Ein bisschen klingt das wie Kate Bush im leichten Prog-Folk-Gewand, aber auch Freunde von DEAD CAN DANCE, THIS MORTAL COIL, Sarah McLachlan oder auch Tori Amos werden an dieser EP Gefallen finden.

Sicherlich nichts für Frickelfans, aber Art-Pop der Referenzklasse.

Ralf Stierlen, 20.07.2005

 

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