Israel Nash Gripka

New York Town


CD-Review

Reviewdatum: 10.05.2009
Jahr: 2009
Stil: Americana

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Israel Nash Gripka
New York Town, Eigenvertrieb, 2009
Israel Nash GripkaVocals, Electric & Acoustic Guitars, Banjo, Harp
Jimi ShivagoElectric Guitar, Bass, National Steel, Organ, Piano, Vibraphone, Percussion
Blake FlemingDrums, Percussion
Rich HinmanPedal Steel
Fiona McBainBackground Vocals
Produziert von: Jimi Shivago Länge: 46 Min 20 Sek Medium: CD
01. Evening07. Either Way
02. Pray For Rain08. Let Me Down
03. Let It Go09. Concrete
04. Bricks10. Don't Run
05. You Were Right11. Pink Long-Stem Rose
06. Confess12. Beautiful

Der Begriff ' großesTalent' wird ja gerne schnell und unbedacht ins Spiel gebracht. Doch im Falle Israel Nash Gripka und seinem "New York Town" betitelten Debutalbum, darf man diese Kategorisierung wieder mal ohne Kopfkratzen und Stirnrunzeln anbringen. Der junge Mann, der ursprünglich aus dem Mittleren Westen der USA stammt und seinen Wirkungskreis zwecks musikalischer Horizonterweiterung nach New York City verlagerte, legt nun ein schwer eingängiges, mit sämtlichen Roots-Rock Wassern gewaschenes 12-Song-Debut vor, dass er mit Hilfe einiger ebenso talentierter Musiker und dem sich ganz vielschichtig einbringenden und umsichtig agierenden Produzenten und Multiinstrumentalisten Jimi Shivago (ehemals bei den Folk-Rockern OLLABELLE) zu einem rundum gelungenen Start in die große Musikwelt zusammenfügt. Gripka und Band changieren gekonnt zwischen zünftigem Roots-Rock-Punch und verhaltenem, emotionsgeladenen Singer-Songwriter Stoff.

Interessanterweise klingt Gripkas Stimmfärbung in etlichen Momenten nach CCRs John Fogerty, was z.B. bei Track 2 Pray for rain zu der Annahme führt, man habe es mit einem CCR-Outtake zu tun. Doch Gripkas Vocals offerieren noch weitere Facetten, klingen bei allem Fogerty Timbre gerne und oft auch nach Ryan Adams Attitüde (z.B.bei Bricks und Don't run), erinnern in Momenten an Neil Young oder gelegentlich sogar an COUNTING CROWS' Adam Duritz. Und nicht nur beim Gesang wird für Abwechslung gesorgt, die Bandarrangements zeugen von großer Reife, präsentieren die fast komplette Bandbreite des Americana, sei es nun der geschickte Einsatz von Banjo, Pedal Steel, National Steel Guitar, Harmonica oder auch Vibraphone. Hier passt einfach alles gut zusammen und bereitet große Freude. Gripka greift zwar lediglich auf Altbekanntes zurück, dies aber in allerbester Absicht und entsprechendem Know-How. "New York Town" spielt sich zielsicher, selbstbewusst und charakterstark in den Vordergrund. Ein feines Album.

Frank Ipach, 10.05.2009

 

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