Izzy Stradlin

117 Degrees


CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 1998

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Izzy Stradlin
117º, Geffen, 1998
Izzy Stradlin Guitar, Vocals
Rick Richards Guitar, Vocals
Duff McKagan Bass
Taz Bentley Drums
Eddie Ashworth Mandolin
Produzent: Izzy Stradlin & Eddie Ashworth Länge: 44 Min 27 Sek Medium: CD
1. Ain't It A Bitch8. 117º
2. Gotta Say9. Here Before You
3. Memphis10. Up Jumped The Devil
4. Old Hat11. Grunt
5. Bleedin'12. Freight Train
6. Parasite13. Methanol
7. Good Enough14. Surf Roach

Irgendwie ist dieses Album völlig in der allgemeinen Veröffentlichungsflut untergegangen. Gut, wer kennt schon Izzy Stradlin und der Name seiner Ex-Band GUNS 'N' ROSES taugt heute auch nicht mehr als großes Zugpferd in einer Werbekampagne. Sein 92er-Solodebut war trotz deutlich besserer Startvoraussetzungen auch nicht der große kommerzielle Erfolg, so dass 117º ohnehin kein Album war, wegen dem am Veröffentlichungstag die Plattengeschäfte gestürmt werden.

Vom Line-up des Debuts hat nur Rick Richards, in erster Linie als Gitarrist der GEORGIA SATELLITES bekannt, 'überlebt', und mit Bassist Duff McKagan hat ein weiteres ehemaliges GUNS 'N' ROSES-Mitglied eine neue musikalische Heimat gefunden. Doch wichtiger als irgendwelche Besetzungswechsel: Izzy hat sein Faible für Reggea, das auf seinem ersten Album öfters mit ihm durchging, völlig über Bord geworfen.

Ein typisches Southern Rock-Album darf man von Izzy Stradlin nun natürlich nicht erwarten, aber ein Album, dass jede Menge 'southern Spirit' transportiert. 117º bewegt sich in der Schnittmenge von BLACK CROWES zu ihren seligen 'Shake your money maker'-Tagen, Tom Petty, in den vielen ruhigeren Momenten des Albums, ein paar dezente Abstecher in Richtung Country Rock und natürlich GUNS 'N' ROSES, vor allem bei ein, zwei harten Rocknummern.

Daraus ergibt sich eine sehr abwechslungsreiche Mischung, die für jeden Fan traditioneller gitarrenlastiger Rockmusik von Interesse sein dürfte. 117º ist ein grundsolides Album, mit dem man wenig falsch machen kann, außer es weiterhin völlig zu ignorieren.

Martin Schneider 1999

 

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