Jadea Kelly

Clover

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.11.2013
Jahr: 2013
Stil: Singer-Songwriter

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Jadea Kelly Homepage



Redakteur(e):

Holger Müller


Jadea Kelly
Clover, Darth Jadea Music/Divergent Recordings, 2013
Jadea KellyVocals, Guitar
Gary CraigDrums, Percussion
Tom JuhasGuitar, Sitar
Nigel HebblewhiteBass
Jason SnidermanKeyboards
Stew CrookesPedal Steel
Daniel NeillDrums, Harmony Vocals
Erin McGowanHarmony Vocals
Melanie BruleeHarmony Vocals
Produziert von: Stew Crookes Länge: 44 Min 20 Sek Medium: CD
01. Wild West Rain07. Hour North
02. Powell River08. Clover
03. Lone Wolf09. I'll be
04. Mary Dont Go10. Count On
05. You Had Me11. Violet
06. Sainty Stare

Kanada hat beides, die einsamen Weiten und Wälder, in denen sich auch die Musik in Melancholie und Regen verlieren kann - und die Großstädte mit ihren blinkenden Lichtern und treibenden Rhythmen. Beides hat Jadea Kelly aufgesogen, beides hat sie auf ihr Album "Clover" gepackt ...

Vor drei Jahren wurde die im ländlichen Ontario aufgewachsene Songwriterin für ihr Album "Eastbound Platform" für den begehrten Nachwuchspreis der Canadian Folk Music Awards nominiert. Aber "Clover" ist kein Folk-Album geworden - allenfalls eines, wie es sich die Fans von PORTISHEAD vorstellen würden. Mit glockenheller Stimme schwebt Kelly über langsamen, von Hall und Elektronik aber auch Streichern und Akustikgitarren geprägten Songs. Aufgenommen hat sie das Album in traditioneller Manier in einer Scheune, aber im Kopf und in der Seele der Songs sind die Nachtlichter Torontos immer präsent.

Diese Mischung aus Großstadt-Elfe und bodenständiger Erzählerin gelingt Kelly deshalb so gut, weil sie keiner Seite den Vorzug gibt. Zu den Klängen von Sainty Stare ließe sich in jedem angesagten Club durch die Nacht tanzen, Hour North ist dagegen der Wegbegleiter im Auto auf der langen Fahrt nach Hause, die sie in dem Song auch beschreibt. Und der Titeltrack Clover könnte auch von Kelly Willis in der Grand Ole Opry aufgeführt werden.

Am besten gelingt der jungen Kanadierin diese elegante Mischung der vielen Einflüsse allerdings auf Lone Wolf, wo das Raubtier zu einem verschleppten Reggae-Rhythmus über die Prärie trottet. Viel Mut macht ihm Jadea Kelly dabei indes nicht, "Lone wolf don't hunt like he used to, sinks his teeth with a jaw loose", singt sie. Und betont auf ihrer Website zugleich die Ehre, die Wölfen als Wegweiser und Ratrgeber erwiesen werden sollte. Ein Widerspruch, so berührend wie das handgemalte Cover mit dem dunklen Tier und seinen mit Moos überwachsenen Pfoten.

Holger Müller, 07.11.2013

 

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