James LaBrie

James LaBries Mullmuzzler

2

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2001

Links:

James LaBrie Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


James LaBrie's Mullmuzzler
2, Magna Carta, 2001
James LaBrie Vocals
Bryan Beller Bass
Mike Keneally Guitars
Mike Mangini Drums
Mike Borkosy Additional Guitars
Matt Guillory Keyboards, Piano, Samples
Trent Gardner Additional Keyboards, spoken words
Produziert von: James LaBrie Länge: 52 Min 30 Sek Medium: CD
1. Afterlife6. A Simple Man
2. Venice Burning7. Save Me
3. Confronting The Devil8. Believe
4. Falling9. Listening
5. Stranger10. Tell Me

Ich muss zugeben, dass ich den ersten Streich von James LaBrie's MULLMUZZLER, "Keep it to yourself" nicht kenne.
In dem nahezu irrsinnigen Overkill an Zweit-, Neben-, Seiten- und Wasweißichwas-Projekten der DREAM THEATER-Musiker, kann man schon mal etwas die Übersicht verlieren und damit eventuell auch die ein oder andere Perle übersehen.
Dem neuen, schlicht "2" betitelten, MULLMUZZLER-Album bleibt dieses Schicksal hoffentlich erspart, denn diese Scheibe hat es in sich.

Für viele Fans ist "Images and words" das DREAM THEATER-Album schlechthin, denn niemals gelang den Progressiv-Metal-Göttern auch nur annähernd so beeindruckend, wie auf ihrem zweiten Epos (übrigens dem ersten mit James LaBrie als Sänger) der Spagat zwischen progressivem Gefrickel und eingängigen Hooklines.

"2" ist sicher kein zweites "Images and words", kommt diesem Meisterwerk allerdings verdammt nahe. Während bei DREAM THEATER mit den Herren Myung, Petrucci, Portnoy und Rudess ab und zu der Gaul durchzugehen scheint und man sich in kakophonischen Freejazz-Frickelorgien verliert, hat Mr. LaBrie seine MULLMUZZLER-Kumpanen scheinbar deutlich besser im Griff.
Die Kompositionen erinnern, natürlich allein schon durch den Gesang, an das Traumtheater, sind aber deutlich weniger überladen. Die Strukturen sind nachvollziehbarer, die Melodien griffiger, man hat fast den Eindruck, als hätte man einfach DREAM THEATER-Songs genommen, und um die Hälfte an musikalischen Irr- und Umwegen abgespeckt.

Notorische Break- und Taktwechselzähler mögen jetzt entrüstet die Nase rümpfen, doch keine Sorge: "2" ist immer noch ein Album, bei dem auch die Liebhaber progressiver Klänge auf ihre Kosten kommen.
In erster Linie aber dürfte James LaBrie's MULLMUZZLER "2" die Legion der Rockfans ansprechen, die Bands wie RUSH, für ihre Fähigkeit anspruchsvolle und komplexe Musik auch für Normalsterbliche nachvollziehbar darzubieten, vergöttern.

Martin Schneider, (Artikelliste) 05.01.2002

 

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