Jane

Kuxan Suum

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.12.2011
Jahr: 2011
Stil: Krautrock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Jane
Kuxan Suum, Cool & Easy Records, 2011
Charly MaucherBass, Vocals
Klaus WalzGuitars
Fritz RandowDrums
Corvin BahnKeyboards, Vocals
Niklas TurmannGuitars, Vocals
Special Guest:
Bernie AdamkewitzGuitars, Keyboards
Produziert von: Klaus Walz Länge: 60 Min 50 Sek Medium: CD
01. Just More Words07. Grown
02. Falling08. Kuxan Suum
03. Demons09. Hey Mister
04. One With Yourself10. Lucky Ones
05. Easy Way In11. Silence
06. Rolling Along

Ja, es ist - und leider, muss man hinzufügen - mittlerweile bei den Hannoveranern ein bisschen so, wie bei BARCLAY JAMES HARVEST: Es existieren zwei Versionen dieser Band. Und man tut sich schwer, zu entscheiden, wer denn das fundiertere Recht an Namens- und Erbverwaltung hat. Nach dem Tode von Ur-Mitglied und Identifikationsfigur Peter Panka, am 28. Juli 2007, hat sich Werner Nadolny - ebenfalls JANE-Mitglied der ersten Stunde - zu eigenen Band unter diesem Namen entschieden und entsprechend. Aber auch die "Hinterbliebenen" von Peter Pankas JANE - unter diesem Namen läuft das vorliegende Projekt - sind nicht erst seit gestern in diesem Bandrahmen zugange und können mit einigem Recht auf ihre Daseinsberechtigung pochen.
Zweifel an der Authentizität kommen bei diesen Klängen jedenfalls kaum bis keine auf. Bei "Kuxan Suum" handelt es sich um ein Konzeptalbum, deswegen müssen einen auch die 23 angezeigten Lieder im Player-Display nicht verwundern, wo doch auf dem schönen Digi-Pack nur 11 aufgelistet sind.

Ja, und klingen tut es wie gewohnt und geliebt. Böse Zungen würden das als Nachteil und Schwäche auslegen, aber der Anhang von JANE und Sympathisanten sind sicher zufrieden.
Tatsächlich klingt das wirklich wie in den 70ern und der Hoch-Zeit des Krautrock. Die schweren Orgel-Breitseiten sind in Sound und Stil genauso da, wie vor fast 40 Jahren. Gut tut Titeln wie Just More Words, dass hier zwei Gitarristen am Werke sind, die sowohl einzeln - wahlweise mit deftigen Akkorden oder flüssigem Lead-Spiel überzeugen können, als auch im gemischten Doppel eine gute Figur abgeben. Das sind sie dem Ursprungs-Stil doch ein Stück voraus.
Genau auf dem richtigen Trichter ist Keyboarder Corvin Bahn, der seine Orgeln tatsächlich im bewährten JANE-Stil erschallen lässt. Klingt nicht Falling, als wäre es bereits auf Kult-Live-Album "At Home" vertreten gewesen? Klar, der Gesang ist unverkennbar Deutsch-Rock und manchem Anglikaner werden sich da die Fußnägel aufrollen, aber für die war diese Musik eh noch nie gedacht gewesen. Und wir kennen es kaum anders.
Trotzdem sind die Sounds nicht altbacken, sondern durchaus zeitgemäß. Hier und da rockt es sogar recht forsch, oder wird direkt eingängig, wie in Demons, während es stellenweise - besonders in den "Überleitungen" - auch mal ziemlich sphärisch wird. Hier und da gerät mal ein Song recht "Grobschnittig"
Ja, manchmal ist vielleicht ein größerer Schuss Pop drin, aber ganz so in der Vergangenheit wollte man wohl doch nicht verharren, und, sagt selbst, macht ein Song wie Easy Way In nicht Spaß? Auch wenn der vielleicht ebenso von MANFRED MANN'S EARTH BAND stammen könnte.

Hin und wieder fühle ich mich an Folk Rock erinnert, manchmal kommen asiatische Anklänge dazwischen und natürlich sind überall Hin- und Verweise auf den Deutsch- und Prog-Rock der 70er Jahre vorhanden.
Durch den Konzept-Ansatz braucht es immer wieder Verknüpfungen zwischen den Liedern, die - für mich - den Drive etwas rausnehmen und - wie gesagt - manchmal wird es fast etwas poppig, aber damit kann man eigentlich recht gut leben.
Ich leb jedenfalls gut mit dieser Scheibe und kann mir auch gut vorstellen, dass die Band damit live ihre Klassiker von früher gut ergänzen kann. Gerade solche rockig-schiebenden Nummern wie Lucky Ones sind wie geschaffen, um ein Live-Publikum mitzureißen.
Wenn man so will, ist der Gesang ein bisschen der Schwachpunkt, aber seinen eigenen Charme hatte er schon immer - egal, wer in dieser Band gesungen hat. Wen das nicht stört und wer für die Rockmusik der 70er was übrig hat - besonders für die aus Deutschland - der sollte hier ruhig mal reinhören. Erinnerungen wie Perspektiven tun sich auf. Cool again. Easy.

Epi Schmidt, 17.12.2011

 

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