Jared James Nichols

Old Glory & The Wild Revival

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.04.2015
Jahr: 2014
Stil: Blues Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Jared James Nichols
Old Glory & The Wild Revival, Teenage Head Music, 2015
Jared James NicholsVocals, Guitar
Erik SandinBass
Dennis HolmDrums
Produziert von: Warren Hunrt & Jared James Nichols Länge: 59 Min 57 Sek Medium: CD
01. Playing For Keeps08. Get Down
02. Crazy09. Sometimes...
03. Let You Go10. Blackfoot
04. Can You Feel It?11. Take My Hand
05. Now Or Never12. Come On In My Kitchen
06. Haywire13. You Won't Last (Live)
07. All Your Pain14. Playin' For Keeps (Live)

"Old Glory & The Wild Revival" ist nun wirklich kein neues Album mehr. Immerhin tourt Jared James Nichols seit mehr als einem Jahr mit dieser Scheibe im Gepäck durch die Weltgeschichte. Anlässlich seiner bevorstehenden Deutschland-Tour (u.a. als Support von LYNYRD SKYNYRD) wird das Bluesrock-Schmuckstück nun einmal mehr vom französischen Listenable Records Label veröffentlicht. Jedoch mit einer um 4 Songs erweiterten Tracklist (zwei Studio-Einspielungen und zwei Live-Tracks). An der Qualität dieses astreinen Rock'n'Roll Rammbocks hat sich allerdings nichts geändert.

Hört sich an wie ein junger Pat Travers im Adrenalinrausch. Häh, wer denn? Jared James Nichols, aufstrebender, 22 Jahre junger Blues-Rock Gitarrist aus Wisconsin. Blond, langmähnig, wild, hübsch, gut bei Stimme und vor allen Dingen verdammt forsch und selbstbewusst im Umgang mit seiner Axt.

Okay, okay, von dieser Sorte haben wir in den letzten Jahren Dutzende verschlissen. Vielversprechende Gitarrenkünstler, die vor allen Dingen ihre Klampfen meisterlich bearbeiteten, mit ihren Vocals aber manchmal nur mittelmäßig unterwegs waren und sich bei aller Selbstverliebtheit nicht immer um zündende Ideen im Songwriting-Bereich kümmerten.
Schwer genug in diesem Genre sagt ihr? Alleinstellungsmerkmale für einen Bluesrock-Gitarristen? Geht mir weg, Leute. Da gibt's kein fest gezurrtes Regelwerk. Neben allen handwerklichen und kompositorischen Fähigkeiten muss er oder sie eine gehörige Portion Charisma besitzen. Ausstrahlung, diese gewisse Aura. Zack!

Kann man nicht messen, sagt ihr? Okay, aber spüren, fühlen, hören kann man's. Jared James Nichols ist so ein Typ.
Jung und ungestüm donnert er gleich im Opener seines neuen Albums "Old Glory & The Wild Revival" so heftig los, dass Play for keeps den Anschein erweckt, man habe es mit einer tickenden Zeitbombe zu tun. Die sechs Saiten seiner Gibson Klampfe sind natürlich die Zündschnüre, die nur darauf warten zu explodieren.
Henrik Freischlader kann sowas auch, Pat Travers konnte es früher richtig gut, Stevie Salas hatte es auch mal drauf, Jimmy Bowskill verfügt über ähnliches Talent, Philip Sayce und Kenny Wayne Shepherd z.B., Davy Knowles und Aynsley Lister...

Jared James Nichols strickt nun wirklich keine neuen Muster, werkelt nicht an neuen Mechanismen, zeigt sich nicht als Unterkieferkrämpfe verursachender Höllengitarrist, aber er hat jede Menge sehr ordentliche Songs am Start, manche sogar mit leicht mainstreamigem Hit-Potenzial, singt verdammt passabel und setzt seine Gitarre in Brand. Was will man als altgedienter Blues-Rock-Fan sonst noch? Charisma, genau. Jared James Nichols liefert all das ab. Würde mich nicht wundern, wenn Mr. Nichols Karriere machte. Im Mai besucht er Deutschland. Die Gelegenheit, seine Vorzüge auf der Bühne zu prüfen.

Frank Ipach, 21.04.2015

 

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