Jason Walker

Ashes And Wine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.02.2004
Jahr: 2003

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Jason Walker Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Jason Walker & The Last Drinks
Ashes And Wine, Laughing Outlaw Records, 2003
Jason Walker Vocals, Guitars
Sean Walker Harmony Vocals
Brian Crouch Hammond Organ, Piano, Wurlitzer, Mellotron
David Keys Bass
Worth Wagers Guitars, Harmony Vocals
Graham Griffith Pedal Steel
Michael Carpenter Percussion, Drums, Harmony Vocals
Andrew Lay Drums
Medium: CD
1. You're On Your Own7. Letdown
2. Angel8. Not Only Love
3. Dissatisfaction9. Dead Leaves
4. Listening Out For Our Song10. Drown In That River
5. Helpless Guy (Every Moment With You)11. Please Save Your Tears
6. Last Drinks12. Looking Out

Dieses kleine Juwel in Sachen Roots-Rock erschien schon letzten November. Unbemerkt von der großen Masse veröffentlichte der Neuseeländer Jason Walker, der zur Zeit allerdings sein Leben in Australien fristet, sein zweites Album, um sich damit völlig lässig in eine Reihe mit anerkannten Genre-Größen zu stellen.
Ja wirklich, nachdem ich das Album zum ersten Male hörte, war mir klar, dass Jason mit seiner Band THE LAST DRINKS (welch schöner Name) hier einen Volltreffer gelandet hatte. Dass der gute Jason nebenbei auch schriftstellerisch hohe Ambitionen hegt, beweist er mit seiner bei Helter Skelter Publishing erschienenen Gram Parsons-Biografie "God's own singer".

Walker verbrachte zwar die meiste Zeit seines Lebens mit Musik bzw. Gitarrespielen in diversen Bands, aber eine Plattenkarriere kam erst so richtig in Gang, als er Ende der Neunziger den australischen Topmusiker Bill Chambers (Bruder von Kasey Chambers, deren letztes Album auch sehr empfehlenswert ist) traf. Dieser ermutigte ihn, neben Coverversionen, auch sein eigenes Songmaterial weiter zu verbessern, weil er offenbar einen Haufen Talent in Walker witterte. Und wahrhaftig, Jason zeichnet sich als ausgesprochen versierter Songwriter, ausdrucksstarker Sänger und formidabler Gitarrist aus. Zwar nicht im Sinne eines großartigen innovativen Erneuerers, sondern als Verwalter, als Restaurator eines Musikstils, der es wert ist, nicht in Vergessenheit zu geraten und dessen Fangemeinde für solche Platten wie diese dankbar sein sollte.

Walkers Roots-Rock bedient sich auf dem aktuellen Album zwar nicht mehr so unverblümt bei seinem Helden Gram Parsons (obwohl er bei Helpless guy und Dead leaves absolut in Gram's Richtung schwebt), sondern wildert gekonnt in den Gefilden der "Exile" bzw. "Sticky Fingers" Jahre der ROLLING STONES (insbesondere bei Dissatisfaction). Dies gelingt der Band aber dermaßen überzeugend, dass man es ihnen wirklich nicht übel nehmen kann. Wenn die STONES heute noch mal solche Kracher wie Let down oder Dissatisfaction losließen, bräuchte man nicht ständig zu ihren alten Platten greifen.

Als sehr interessant erweist sich auch Jason Walkers Gesangstil, der wohl irgendwo zwischen Mick Jagger und Steve Earle anzusiedeln ist. Also, zupackend und rau. Walkers Gitarrenspiel erinnert in vielen Momenten an Gary Louris (Jayhawks).

Die einzelnen Bandmitglieder explizit hervorzuheben verbietet sich von selbst, da die komplette Combo wie aus einem Guss rockt und die obenerwähnten Querverweise mit Souveränität auf Namen wie JAYHAWKS, CRAZY HORSE und WHISKEYTOWN erweitert werden und die komplette Scheibe als absolut kurzweiliges Roots-Vergnügen par excellence daherkommen lassen.
Für Nachgeborene sicher ein wertvoller Beitrag in Sachen "Musikgeschichte leichtgemacht". Für uns Ältere allemal ein schöne nostalgische Reise. Sehr empfehlenswert, ohne Wenn und Aber.

Frank Ipach, 08.02.2004

 

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