Jay Jesse Johnson

Play That Damn Guitar

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.05.2009
Jahr: 2009
Stil: Blues Rock

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Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Jay Jesse Johnson
Play That Damn Guitar, Grooveyard Records, 2009
Jay Jesse JohnsonGuitar & Vocals
Steve ShoreBass & Backing Vocals
Joe AparoDrums
Additional Musicians:
Jim NorcrossHammond B3
Gary Fowler & Bill WilsonBackground Vocals
Produziert von: Jay Jesse Johnson Länge: 58 Min 01 Sek Medium: CD
01. Inner Sanctum07. Bad Blood
02. Hear No Evil08. Rattlesnake Stomp
03. Dream Away09. Salt Of The Earth
04. Bad Voodoo10. Shine On
05. Blues For The Devil11. Six String Angel
06. Play That Damn Guitar

Das rührige Grooveyard Label versorgt uns immer wieder mit feinem Futter für die Fans ansprechender gitarristischer Kost. Heavy Blues Rock á la Guitar Pete, einem im Vorjahr an dieser Stelle abgefeiertem Künstler, der einen auch in seiner so-und-so-vielten Variante immer noch in seinen Bann zu ziehen versteht. Leider gibt es wie im wahren (Küchen)Leben nicht jeden Tag ein Festmahl, sondern auch mal einen Eintopf. Oft deftig, manchmal jedoch auch fade Hausmannskost.
"Play That Damn Guitar" präsentiert dem verwöhnten Gourmet leider nur passagenweise das, was gemeinhin als feines Mahl betrachtet wird. Dabei mangelt es dem Koch Jay Jesse Johnson nicht an den nötigen Grundvoraussetzungen.

Back to the music. Sein Instrument beherrscht der Mann unüberhörbar. Im Titelsong brennt Johnson nach einem shuffelnden Intro, welches leicht an Chris Rea erinnert, ein mächtiges Feuerwerk ab. Liebhaber des harten Blues werden daran ihre wahre Freude haben. Ebenso an Bad Blood, einem mächtigen Stampfer mit viel Wah-Wah und einem Touch Southern-Feeling.
Solange in den einzelnen Tracks straight vom Leder gezogen wird, solange vermag der Amerikaner seinen vergleichsweise schwachen Gesang zu übertünchen. Rattlesnake Stomp glänzt mit einer mächtigen Slide und einer Hookline, wie MOLLY HATCHET sie seit einem Jahrzehnt nicht mehr auf die Kette bekommen haben. Ein mächtiges Southern Riff veredelt Salt Of The Earth , das leider durch eine total holperige Gesangslinie verhunzt wird. Da wünscht man sich glatt einen gewissen Phil McCormack als Gast am Mikro.

Abseits der Südstaaten wird es dann allerdings schnell langweilig. Nach zumeist verheißungsvollen Intros regiert spätestens mit dem Einsatz von Johnsons Gesang die Tristesse. Mag ein Bad Voodoo auch hier und da an Stevie Ray Vaughan erinnern, so befällt einen bei der Erinnerung an die großartigen Alben des vor fast zwanzig Jahren tödlich verunglückten Ausnahmekünstlers eine große Wehmut. Nicht nur Vaughans glänzende und einfühlsame Vocals, vielmehr auch seine rollenden, von wenigen Noten getragen Soli vermisst man in solchen Momenten, in welchen Jay Jesse Johnson viele Passagen regelmäßig zududelt. Warum bitte dann immer solche Empfehlungen von Musikern an eine Käuferschaft, welche einem SRV bis in die heutigen Tage nachtrauert?
Der Rausschmeißer Six String Angel beweist, das Johnson durchaus in der Lage zur Umsetzung eines gefühlvollen Blues ist. Anhängern des Blues Rock kann man "Play That Damn Guitar" zwar empfehlen, jedoch sollte die eine oder andere Hörprobe vorab drin sein.

Jürgen Ruland, 18.05.09

 

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