Jeff Black

Honey And Salt

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.01.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Jeff Black
Honey And Salt, Blue Rose Records, 2003
Jeff Black Electric & Acoustic Guitar, Piano, Accordeon, Harmonica, Vocals
Will Kimbrough Electric Guitar, Mandolin
Joey Nardone Keyboards
David Jacques Bass
Craig Wright Drums
Produziert von: Jeff Black & Paul Maherns Medium: CD
1. One Last Day To Live6. The Leaving
2. Honey And Salt7. You Belong To Me
3. All In Good Time8. Shout From The Street
4. Rain9. Persephone
5. Time10. Home

Die Meßlatte für sein aktuelles Album "Honey and salt" hat sich Jeff Black selbst sehr hoch gelegt.
Sein Debut von 1998 ("Birmingham Road"), welches der Kollege Saumweber so trefflich zu rezensieren wusste, lässt sich naturgemäß schwer toppen.
Im Zuge dieser Rezension habe ich mir sein "altes" Werk gerne noch einmal angehört und komme zu dem Schluss, dass "Honey and salt" nicht ganz an die Klasse des Erstlings heranreicht.

Woran liegt das? Sicherlich am teilweise etwas schwächeren Songwriting. Die Produktion klingt nicht so transparent und kommt ein wenig dünner daher, die Drums klingen z.B. etwas kümmerlich.
Das mag am reduziertem Budget liegen, denn bei "Birmingham Road" stand mit Arista noch eine Major-Company im Hintergrund und mit Susan Rogers eine versierte Produzentin am Pult. Jetzt produziert Mr. Black höchstselbst, abgesehen von zweimaliger Hilfe Paul Maherns, der dann auch gleich bei zwei der besten Songs das Zepter in Händen hielt: One last day to live und The leaving.
Zudem sind die damaligen Mitstreiter (quasi WILCO minus Jeff Tweedy) natürlich eine Klasse für sich und in ihrer Musikalität so leicht nicht zu übertrumpfen.

Das gesamte Album krankt ein wenig an mangelnder Geschlossenheit; alles wirkt ein wenig farbloser als bei seinem Debut-Album und zu häufig ergeht sich Jeff Black in musikalischen Allgemeinplätzen. In den (für seine Verhältnisse) rockigen Nummern (All in good time oder Shout from the street) klingt er austauschbar. Solche Songs komponieren ein Dutzend anderer genauso gut. Hier klingt er wie eine Kreuzung aus Bruce Springsteen und Bob Seger und nicht wie Jeff Black. Es fehlt einfach das Überraschungsmoment, die persönliche Note.

Das schönste Stück Musik gelingt ihm mit dem Titel-Track Honey and salt, wo Atmosphäre, musikalische Umsetzung und ansprechende Lyrics ein absolut stimmiges Gesamtgebilde entwickeln.
You belong to me kommt einem zwar irgendwie bekannt vor, animiert automatisch zum Mitsingen und stellt so mit seinem zwingenden Refrain einen weiteren Höhepunkt des Albums dar. Bei solch einer Lockerheit geht mir das Herz auf. Das dynamische Piano zum Schluss des Titels reißt einfach mit.
Ein weiterer positiver Aspekt: Jeff Blacks Textinhalte sind (zum größten Teil) weit entfernt von standardisierten Worthülsen und können somit einen Teil des verspielten Kredits zurückerobern.

Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dies sei ein lausiges Album, keineswegs! Es macht schon Spaß, es zu hören. Doch in dem Glauben, dass der Künstler Black mehr Potenzial aufbieten würde, bin ich schon ein wenig enttäuscht.
Um es mal mit den allgemein üblichen "Sternchen" auszudrücken: Erspielte sich "Birmingham Road" seinerzeit locker 4 Sterne (von fünfen), erreicht "Honey and salt" leider nur 3 Sterne.
Allen Freunden von Roots-Music bzw. Singer-Songwriter-Rock sei dieses Album dennoch empfohlen, verbunden mit der kleinen Hoffnung, dass Mr. Black beim nächsten Album wieder ein ganz großer Wurf gelingen möge!

Frank Ipach, 26.01.2003

 

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