Jeff Scott Soto

One Night In Madrid


CD-Review

Reviewdatum: 01.12.2009
Jahr: 2009
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Jeff Scott Soto
One Night In Madrid, Frontiers Records, 2009
Jeff Scott SotoGesang & Gitarre
Jorge SalanGitarre
BJGitarre, Keyboards & Vocals
Fernando MainerBass
Edu CominatoSchlagzeug
Produziert von: Jeff Scott Soto Länge: 91 Min 43 Sek Medium: CD
Disc 1:
01. Intro08. Funky Jam
02. 21st Century09. Jorge Guitar Solo
03. Colour My XTC10. Mountain
04. Soul Divine11. Eyes Of Love
05. Our Song12. Testify
06. Drowning13. Band Introductions
07. Edu Drum Solo14. Broken Man
Disc 2:
01. Hey05. JSS & Jorge Workshop
02. Frozen / Crazy06. I'll Be Waiting
03. Piano Medley: If This Is The End / Holding On / Nobody Said It Was Easy / 4 U / Just Between Us07. Encore: Stand Up
04. Gin & Tonic Sky08. Funky Medley: We Will Rock You / I Love Rock & Roll / Play That Funky Music / Jungle Boogie / The Roof Is On Fire / Brick House / Shake Your Booty / Kung Fu Fighting / Yo Baby Yo / Macho Man / The Right Stuff / Ice Ice Baby / Stayin’ Alive / Another One Bites The Dust / Walk This Way

Was für ein hervorragender Live-Act Jeff Scott Soto ist, hatte der sympathische Sänger bereits 2002 mit dem exzellenten “Live At The Gods“ unter Beweis gestellt. Nun legt er mit “One Night In Madrid“ einen weiteren Streich nach, der sich gewaschen hat. Die Doppel-CD, die auch als DVD erhältlich ist, zeigt Soto über 90 Minuten von seiner besten, stimmgewaltigsten und sympathischsten Seite. Da die DVD nicht vorlag, kann ich über die Qualität dieser Aufzeichnung nicht urteilen und daher bezieht sich diese Rezension lediglich auf die CDs.

Geboten wird in dem Set nicht nur ein Best-Of-Programm des bisherigen Solo-Schaffens von Soto, sondern auch Stücke von TALISMAN, sowie zahlreiche Cover-Versionen. Hatte er auf dem ersten Live-Album noch seine Zeit mit Yngwie J. Malmsteen in den Mittelpunkt eines Medleys gerückt, so sind es hier funky Cover von QUEEN über Joan Jett bis AEROSMITH. Die Musiker zeigen sich ebenfalls von ihrer besten Seite und zelebrieren die Fremd-Kompositionen mit einer Präzision, Freude und Inbrunst, als seien es die eigenen. Da einige der Musiker aus Spanien stammen, werden sie vom Publikum fast so frenetisch gefeiert, wie der Meister selber.

Und diese Energie wird hier auf eine hervorragende, direkte Art und Weise eingefangen. Man kann das Publikum hören, ohne, dass es von der Musik ablenken würde. So ist “One Night In Madrid“ keine Live-CD, die das live nur im Namen trägt. Das Publikum singt schon beim Intro lauthals mit. Diese Stimmung reißt auch das ganze Set über nicht mehr ab, sondern steigert sich von einem JSS-Hit zum nächsten immer weiter.

Dabei tut das Live-Album genau das, was man beim letzten Solo-Werk von Jeff Scott Soto noch als „weitgehend abwesend“ bemängeln konnte: es rockt und zwar gewaltig. Man kann quasi den Schweiß von der Decke des Clubs „Sala Heineken“ tropfen hören, wenn die Band sich knappe zwei Stunden lang ins Zeug legt und Vollgas gibt. Da entwickeln auch die eher etwas zahm geratenen Stücke von “Beautiful Mess“ eine ganz neue Leidenschaft und neuen Zug.

Da Soto sich leider viel zu selten in unsere Region zeigt, ist dieses wunderbare Doppel-Werk plus DVD wohl die beste Möglichkeit, diesem unwiderstehlichen Performer in seinem Element zuzusehen und –hören. Wenn man noch ein Geschenk für einen Hard Rock-Fan braucht, ist man hier genau richtig.

Marc Langels, 30.11.2009

 

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