Jesse Harris

Crooked Lines

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.09.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Jesse Harris
Crooked Lines, UlfTone Music, 2002 (rec. 2001)
Jesse Harris Vocals, Guitar, 6 String Banjo, Harmonica
Kenny Wollesen Drums, Percussion, Vibes and Marimba, Wurlitzer, Harmonium
Jesse Murphy Electric and Upright Bass
Tony Scherr Guitar, Background Vocals, Electric and Upright Bass
Länge: 63 Min 51 Sek Medium: CD
1. If He Asks You That10. Sand And Glass
2. I'm Alright11. Do You Ever Dance When You're Alone
3. Where Are You Now12. World Of Trouble
4. I've Got To See You Again13. Something Is Calling You
5. Lonely14. Poor Old Dog
6. Rockaway15. Save Your Breathe For The Crowd
7. It's Your Fault16. Crooked Lines
8. Start All Over17. Holding On
9. Another Place

Wenn ich das Booklet richtig lese ist diese Veröffentlichung schon von 2001, aber UlfTone präsentiert uns hier ein durchaus zeitloses Album, das genau so gut vor 25, oder in 5 Jahren, erschienen sein könnte.
Der New Yorker Jesse Harris hat ein wundervoll entspanntes, oft melancholisches, aber NIE langweiliges Album aufgenommen, auf dem viele seiner Einflüsse und Favoriten zu entdecken sind.

Laut eigener Aussage reichen seine Einflüsse von "Pet Sounds von den Beach Boys bis Rollins Band". Dazwischen ist natürlich reichlich Platz für geistesverwandte Singer/Songwriter.
Ein Ohrwurm wie If He Asks You That, würde auch einem Neal Casal nicht schlecht stehen. Poor Old Dog könnte ein "Country"-Neil Young sein, während Another Place auch eine Ballade aus der Spätphase der Beatles sein könnte.

Insgesamt hat die CD einen Charme wie etwa John Hiatt's "Crossing Muddy Waters" und tatsächlich sind die Aufnahmen unter ähnlichen Umständen entstanden. Nämlich, größtenteils, im Wohnzimmer von Gitarrist Tony Scherr. Der ist wohl auch für die Tom Waits-Einflüsse bei I've Got To See You Again und It's Your Fault (mit Ska-Einwürfen) verantwortlich, da er mit jenem ja schon öfter gearbeitet hat.
Hier entsteht also eher eine "auf der Veranda" oder eben "Wohnzimmer" denn eine Party-Atmosphäre. Manchmal, vielleicht, etwas zu melancholisch.

Aber dem "Bann" dieser Songs kann man sich kaum entziehen. Wie zum Beispiel dem wunderschönen World Of Trouble.
Lonely kommt ziemlich schleppend daher. Rockaway hat was von, einem akustischen, Tom Petty. Dann wird's mal recht "schräg", wie bei Do You Ever Dance When You're Alone - wär auf einem der letzten Los Lobos-Alben auch passend gewesen.

Sehr oft erinnert mich Jesse Harris auch an den alten "Replacement" Paul Westerberg.
Es ist zu hoffen, dass er nicht in ähnlichem Insiderstatus verharren muss... und das Labels wie UlfTone uns, hier auf dieser Seite des Atlantiks, weiterhin zu solchen Perlen, fern vom Mainstream, verhelfen.

Epi Schmidt, 12.09.2002

 

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