Joanne Shaw Taylor

Nobody's Fool

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.11.2022
Jahr: 2022
Stil: Blues Rock, Soul, Pop
Spiellänge: 44:13
Produzent: Joe Bonamassa & Josh Smith

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Plattenfirma: Keeping The Blues Alive Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Dave Stewart

Titel
01. Nobody's Fool
02. Bad Blood
03. Won't Be Fooled Again
04. Just No Getting Over You (Dream Cruise)
05. Fad eAway
06. Then There's You
 
07. Runaway
08. Missionary Man
09. Figure It Out
10. The Leaving Kind
11. New Love
Musiker Instrument
Joanne Shaw Taylor Vocals, Lead Guitar
Joe Bonamassa, Josh Smith Rhythm Guitar
Lemar Carter Drums
Calvin Turner Bass
Deron Johnson Piano, Wurlitzer, B3
Reese Wynans B3 Organ
Danielle De Andrea, Gaby Moreno, Jeff Young Background Vocals
Tina Guo Cello on 'Fade Away'
Carmen Vandenberg Guitar Solo on 'Figure It Out'

Im Allgemeinen wird Joanne Shaw Taylor unter Blues eingeordnet, aber, wie sie in den Liner-Notes ihres neuen Albums schreibt, sie selbst hat sich zwar als stark vom Blues beeinflusst gesehen, aber nie als reine Blues-Künstlerin gesehen. So ging sie ihr neues Album auch mit einem anderen Ansatz, als ihre jüngsten Veröffentlichungen. Nichtsdestotrotz erscheint “Nobody's Fool“ natürlich wieder bei Joe Bonamassad “Keeping The Blues Alive“ Label.

 

Und, keine Sorge, so leicht entrückt und ernst, wie sie auf dem Cover schaut, geht’s hier keineswegs zu. Da passt eher das Honigkuchen-Grinsen, wie auf einem der Bilder im Booklet. Und auch der Hörer freut sich über den fröhlichen Country Rock, mit dem der Titelsong das Album eröffnet. Erinnert, durch die Slide-Gitarre leicht an George Harrisons Solo-Stücke und einmal mehr haben Bonamassa und Josh Smith einen richtig guten Sound kreiert. Was in dem folgenden, swamp-groovigen Bad Blood vielleicht noch deutlicher wird. Nicht zuletzt, durch die erneut verbessert Gesangsleistung von Joanne.

 

Ja, es ist eigentlich müßig, jedes Album von Joanne Shaw Taylor abzufeiern, aber was will man machen? Das ist hervorragend komponiert, gespielt und aufgenommen. Ohne dass sich irgendjemand in den Vordergrund spielt. Am wenigten Joanne selber. Die Songs sind es, die zählen. Das wird, wie in Won't Be Fooled Again, durchaus auch mal poppig, hat leichte Soul-Elemente und verlässt das Ohr nicht mehr so schnell. Mich erinnern ihre Gitarren-Soli auf diesem Album häufig an Eric Clapton, was verdeutlicht, in welcher Liga sie mittlerweile spielt.

 

Klar, Titel, wie Just No Getting Over You (Dream Cruise) könnten auch bei einer Sheryl Crow Platz finden. Lediglich der dunklere Gesang von Joanne klingt deutlich bluesiger. Die Bläser sorgen dann wieder für den Soul-Anteil. Groovt jedenfalls richtig klasse! Was man auch über den lockeren Boogie Then There's You sagen kann. Cooler Background-Gesang, pumpender Bass, stampfender Beat – sorgt für beste Laune. Bei Runaway wird’s zwischenzeitlich deutlicher folkiger. Hat was von FLEETWOOD MAC oder frühen HEART und perlt locker dahin, wie ein Bächlein im Frühling.

 

Sich an den EURYTHMICS zu versuche, da gehört schon Selbstbewusstsein dazu, aber deren Missionary Man ist hier natürlich in besten Händen. Zumal Dave Stewart persönlich hier mitmischt. Schon allein durch Joannes Gitarre wird das eine Spur rockiger aber der Grundcharakter der Nummer bleibt unverkennbar. Da ist der Band wirklich ein guter Spagat, zwischen den 80ern und der Gegenwart gelungen. Wobei auch das folgende Figure It Out etwas 80's Charme in sich hat. Allein schon durch den punkigen Drive und den New Wave-Sound. Als kleines Schmankerl gastiert hier Carmen Vandenberg hier an der Lead-Gitarre und die feuert ein verdammt cooles und fetziges Solo ab. Hut ab.

 

Es sind auch die zwei unvermeidlichen Balladen enthalten, aber insgesamt, hat “Nobody's Fool“ richtig Schwung und endet folgerichtig mit New Love mit ordentlichem Drive. Soul-Power und Blues-Gitarre geben sich hier die Hand und befeuern sich gegenseitig, während Joanne nochmals mit ihrem Gesang begeistert. Blues-Puristen dürften mit manchem Song hier nicht gleich warm werden, aber das Album als Ganzes ist ein weiterer Pflichterwerb für Sympathisanten von gut gemachter Gitarren-Musik.

 

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