Joanne Shaw Taylor

Wild


CD-Review

Reviewdatum: 29.10.2016
Jahr: 2016
Stil: Blues Rock

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Redakteur(e):

Michael Masuch


Joanne Shaw Taylor
Wild, Axehouse Music, 2016
Joanne Shaw TaylorVocals, Guitar
Greg MorrowDrums
Rob McNellyGuitar
Michael RhodesBass
Steve NathanKeyboards
Jade MacRaeSaxophone
Lee ThornburgTrumpet & Horn Arrangements
Produziert von: Kevin Shirley Länge: 48 Min 55 Sek Medium: CD
01. Dyin' To Know07. I'm In Chains
02. Ready To Roll08. I Wish I Could Wish You Back
03. Get You Back09.. My Heart's Got A Mind Of Its Own
04. No Reasons To Stay10. Nothin' To Lose
05. Wild Is The Wind11. Summertime
06. Wanna Be My Lover

Wo Joanne Shaw Taylor draufsteht, ist auch Joanne Shaw Taylor drin. Die Britische Bluesrock-Gitarristin hat sich im Laufe der letzten Jahre mit vier respektablen und von der Fachpresse wie den Fans gelobten Alben verdientermaßen einen Platz in der üppig besetzten Blues-Rock Welt erspielt.

So laden sich ein Joe Bonamassa oder Glen Hughes die agile Dame schon mal ganz gerne ins Vorprogramm ein, denn die agile Blondine macht mit ihrer druckvollen Live-Performance stets eine sehr gute Figur.

"Wild" heißt nun Taylors fünftes Album, ja, und unbändig, ungestüm und spielfreudig ist es tatsächlich geworden. JST begab sich in die bewährten Hände von Joe Bonamassa Abo-Producer Kevin Shirley, der es verstand, die Regler passgenau zu justieren und so wälzt sich Ready To Roll stellvertretend hart aber herzlich aus den Boxen und weiß zu begeistern. Mit Get You Back, das bestens geradeaus gerockt und mit Hammond-Orgel und Piano schick verziert wird, legt die Gute gleich kraftvoll nach.

Das Grand Victor Studio in Nashville, wo sich schon etliche Größen die Studiotür in die Hand gaben, scheint inspirierend für Joanne gewesen zu sein, präsentiert sie mit No Reason to Stay und I'm In Chains eine beeindruckende Aretha Franklin Affinität, und überrascht auch bei Wild Is The Wind und I Wish I Could Wish You Back mit ihre kratzigen, souligen Stimme.

Wenn auch da und dort gerne mal in anderen Gefilden gefischt wird, kann sich Frau Taylor doch auf ihre einnehmende Stimme und ihre brillante Saitenarbeit verlassen, die bei solchen Rampenrockern wie Nothin To Lose nachdrücklich beweisen, dass Songs solchen Kalibers unbedingt auf die Bühne gehören.

Und da lässt es sich auch ein Lee Thornburg (Trompete), der in Bonamassas Diensten für das feine Blech verantwortlich zeichnet, nicht nehmen My Heart's Got A Mind Of It's Own mit satten Bläsern zu veredeln.
Ihre überraschende Seite demonstriert die Britin mit ihrer unterhaltsamen Version des eigentlich schon zu Tode genudelten Jazz-Standards Summertime.

Ein rundum gelungenes Album, das innerhalb des Bluesrock-Zirkels auf viele offene Ohren treffen sollte.

Michael Masuch, 20.10.2016

 

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