Joe Bonamassa

Blues Of Desperation

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.03.2016
Jahr: 2016
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Marc Langels


Joe Bonamassa
Blues Of Desperation, Mascot Label Group, 2016
Joe BonamassaGesang & Gitarre
Michael RhodesBass
Reese WynansKeyboards
Anton FigSchlagzeug
Greg MorrowSchlagzeug
Lee ThornburgTrompete
Paulie CerraSaxophon
Mark DouthitSaxophon
Produziert von: Kevin Shirley Länge: 61 Min 22 Sek Medium: CD
01. This Train07. You Left Me Nothin' But The Bill And The Blues
02. Mountain Climbing08. Distant Lonesome Train
03. Drive09. How Deep This River Runs
04. No Good Place For The Lonely10. Livin' Easy
05. Blues Of Desperation11. What I've Known For A Very Long Time
06. The Valley Runs Low

Nun hat der nimmermüde Herr Bonamassa also das Dutzend voll: “Blues Of Desperation“ ist das zwölfte Solo-Werk des Sängers und Gitarristen – und das in einer Spanne von gerade Mal 16 Jahren. Wenn man bedenkt, dass er in dieser Zeit zudem noch diverse Live-Alben und Kollaborationen mit anderen Künstlern wie etwa bei der BLACK COUNTRY COMMUNION, Beth Hart oder jüngst der ROCK CANDY FUNK PARTY, dann fragt man sich zweifelsohne, ob die Tage des Joe Bonamassa mehr als die 24 Stunden haben, die uns Normalsterblichen zur Verfügung stehen.

Aber der Mann lebt, atmet und braucht die Musik offenbar wie andere Menschen den Schlaf – und wenn er weiter so rundum gelungene Scheiben wie diese wieder abliefert, dann kann seine Arbeitsweise definitiv nicht falsch sein. Denn “Blues Of Desperation“ ist eine Lehrstunde (um ganz genau zu sein sogar etwas mehr) in modernem Blues die Feeling, Melodie und Spielkunst in höchster Konzentration in sich vereint. Bonamassa hat seinen Stil gefunden und bleibt diesem treu. Die Zeiten des Blues-Rock wie in den Anfangstagen sind vorbei: Bonamassas Blues ist stylisch wie sein Bühnen-Outfit, aber deshalb noch lange nicht frei von Leidenschaft und Improvisationsfreude, nachzuhören in dem außergewöhnlich langen Solo bei No Good Place For The Lonely.

Das Album besticht neben seiner kompositorischen und spieltechnischen Klasse auch wieder durch seine musikalische Vielfalt. Bonamassa deckt alle Facetten des Blues ab, von rockigen Tönen (Mountain Climbing) über sehr traditionellen Blues (You Left Me Nothin‘ But The Bill And The Blues bis hin zu Country-Elementen (The Valley Runs Low). Und auch wenn vielleicht nicht jedes Lied beim Hörer direkt zu einem Favoriten wird, so ist es doch dieser Abwechslungsreichtum, der “Blues Of Desperation“ zu einer runden Sache macht, die von Anfang bis Ende Spaß macht.

Die Entscheidung von Bonamassa, bei seinen Alben nur noch auf eigene Kompositionen zu setzen und dafür auch längere Abstände (also zwei Jahre) zwischen den Veröffentlichungen in Kauf zu nehmen, erweist sich auch auf “Blues Of Desperation“ als absolut richtig. Natürlich waren seine Cover-Versionen in der Vergangenheit auch immer über alle Zweifel erhaben (zum Beispiel Cradle Rock, Feelin‘ Good, Seagull) aber es sind selbstverständlich die eigenen Stücke, die den wahren Kauf-Anreiz darstellen. Und der ist hier zum zwölften Mal absolut gegeben – ganz so wie man es vom aktuellen Superstar der Blues-Szene gewohnt ist.

Marc Langels, 09.03.2016

 

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