Joe Bonamassa

Live At The Sydney Opera House

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.10.2019
Jahr: 2019
Stil: Blues
Spiellänge: 73:04
Produzent: Kevin Shirley

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Plattenfirma: Mascot Label Group

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Eric Clapton

Titel
01. This Train
02. Mountain Climbing
03. Drive
04. Love Ain‘t A Love Song
05. How Deep This River Runs
 
06. Mainline Florida
07. The Valley Runs Low
08. Blues Of Desperation
09. No Place For The Lonely
Musiker Instrument
Joe Bonamassa Gesang & Gitarre
Reese Wynans Keyboards
Michael Rhodes Bass
Anton Fig Schlagzeug
Lee Thornburg Trompete
Paulie Cerra Saxophon
Jade MacRae Gesang
Juanita Tippins Gesang

Joe Bonamassa ist ja schon seit längerem eine weltweite Blues-Ikone. Aber bislang stammten seine Live-Alben entweder aus den USA oder Europa. Dem macht er mit seinem neuesten live-Streich jedoch ein Ende, denn “Live At The Sydney Opera House“ wurde in dem weltberühmten Gebäude aufgenommen, das das optische Erkennungsmerkmal der australischen Millionen-Metropole (und wohl eines der weltweit bekanntesten Gebäude) ist. Hier aufzutreten ist für jeden Künstler etwas Besonderes, so auch für Bonamassa, der an diesem Abend sein damals aktuelles Werk “Blues Of Desperation“ in den Mittelpunkt stellte.

So stammen dann auch sieben der neun Songs auf dem neuen – und mittlerweile elften – Live-Werk von “Blues Of Desperation“. Die beiden anderen sind Love Ain‘t A Love Song (von “Different Shades Of Blue“) und Mainline Florida (ein Cover des Eric Clapton-Songs, den Bonamassa bereits bei seiner “British Blues Explosion“-Tournee im Gepäck hatte). Sie zeigen die musikalische Bandbreite, die Bonamassa bei den Konzerten darbietet. Von smoothen Nummern wie dem fast schon gespenstischen Drive (mit einem feinen Trompeten-Solo von Lee Thornburg) bis hin zu Songs, die wie eine Urgewalt über den Hörer kommen, hier beispielsweise das sich immer weiter steigernde How Deep The River Runs.

Eingespielt wurden sie mit der exzellenten Band, die Bonamassa nun bereits seit einigen Jahren „sein eigen“ nennt. Die Groove-Maschine aus Anton Fig (Schlagzeug) und Michael Rhodes (Bass) legt ein gewohnt sattes Fundament, das den Liedern den nötigen Groove einhaucht. Darüber sorgen Bonamassa und Keyboarder Reese Wynans mit ihrer Fingerfertigkeit dafür, das die Lieder mit Leben gefüllt werden. Und die Bläser-Sektion sowie der Background-Gesang geben dem Ganzen dann noch die nötige Würze, eben das Besondere. Und man kann wirklich nicht behaupten, dass Bonamassa sich in den Mittelpunkt spielen würde, auch wenn er die meisten Akzente setzt. Und seine feinen Soli wie in Love Ain‘t A Love Song sind auch wirklich ein Ohrenschmaus. Er lässt aber auch den übrigen Musikern genügend Raum zur Entfaltung.

Davon profitiert das Live-Album, das ja in der Historie und der Diskographie von Joe Bonamassa mit einigen exzellenten anderen Live-Alben um die Aufmerksamkeit der Hörer wird kämpfen müssen. Aber “Live At The Sydney Opera House“ wird da seinen Mann stehen können. Denn nicht nur sind die Songs allesamt exzellent auch die Performance an diesem Abend war – wie eigentlich immer – hervorragend. Das gilt natürlich ebenso für die klangliche Qualität der Aufnahme, die schlichtweg so spektakulär ist wie das Gebäude, in dem aufgenommen wurde. Ansonsten wäre das Werk wohl auch nicht erschienen. Für die Fans ist es ohnehin ein „Pflichtkauf“ und jeder Fan moderner Blues-Musik tut ebenfalls gut daran, sich diese Scheibe in das heimische Regal zu stellen. Es wird die Zeit bis zum kommenden Studio-Album, das offenbar bereits in Arbeit ist, ganz hervorragend überbrücken.

 

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