Joe Bonamassa

Royal Tea

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.10.2020
Jahr: 2020
Stil: Blues
Spiellänge: 53:20
Produzent: Kevin Shirley

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Plattenfirma: Mascot Label Group

Promotion: Another Dimension


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Jeff Beck

Eric Clapton

Jimmy Page

Brian Setzer

Stray Cats

Muddy Waters

Whitesnake

Titel
01. When One Door Opens
02. Royal Tea
03. Why Does It Take So Long To Say Goodbye
04. Lookout Man
05. High Class Girl
 
06. A Conversation With Alice
07. I Didn‘t Think She Would Do It
08. Beyond The Silence
09. Lonely Boy
10. Savannah
Musiker Instrument
Joe Bonamassa Gesang & Gitarre
Michael Rhodes Bass
Reese Wynans Keyboards
Anton Fig Schlagzeug

Der Amerikaner Joe Bonamassa hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er neben den Säulenheiligen des US-Blues wie Muddy Waters oder Howlin‘ Wolf auch ein großer Bewunderer der britischen Blues-Gitarristen Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page sowie der John Mayall‘s BLUESBREAKERS ist. Also schien es für Bonamassa naheliegend sich nicht nur für eine Tournee (festgehalten auf der Live-Scheibe “British Blues Explosion“) sondern auch für eine ganze LP tief in diese Szene und den Sound einzutauchen. Dafür hat er sich in London einquartiert, um zusammen mit einigen englischen Musikgrößen, wie dem ehemaligen WHITESNAKE-Gitarristen Bernie Marsden, ex-Cream Texter Pete Brown und Pianist Jools Holland das neue Album zu komponieren.

Dabei herausgekommen ist “Royal Tea“ (eine Verballhornung von „Royalty“), das zehn Kompositionen umfasst, die stellenweise für Bonamassas bisherigen Sound eher untypisch sind. So ist das eröffnende When One Door Opens ins sich so abwechslungsreich, stellenweise heavy und komplex, dass man es fast als progressiven oder aber Heavy Rock bezeichnen könnte und zugleich aber auch sehr gefühlvoll. Der anschließende Titeltrack ist hingegen ein sehr klassischer Blues-Track, der insbesondere  durch Bonamasssas wieder einmal fantastische Lead-Gitarren-Arbeit erstrahlt. Und mit dem bereits vorab veröffentlichten Why Does It Take So Long To Say Goodbye unterstreicht der Gitarren-Held einmal mehr, was für ein vielschichtiger und abwechslungsreicher Songwriter er nun schon seit vielen Jahren ist – und die Gitarren-Melodie schmeichelt sich unwiderstehlich in die Gehörgänge.

Der Lookout Man beginnt mit einem sehr knarzenden Bass-Sound von Michael Rhodes und ist eine betont groovige und wieder hart rockende Nummer mit einer heißen Mundharmonika. Auf jeden Fall eine der eher untypischen Nummern und ein echtes Highlight der Scheibe. Das High Class Girl ist erneut eine waschechte Blues-Nummer mit Swing und Feuer. Die musikalische „Unterhaltung“ in A Conversation With Alice hingegen ist eher eine Art West Coast Rock. Mit I Didn‘t Think She Woluld Do It geht es mit Wah-Wah und treibenden Blues-Rock weiter. Beyond The Silence ist eine weitere Hymne, die aber fast mehr von den warmen Klavier-Klängen von Reese Wynans und dem leicht bedrohlichen Rhythmen von Rhodes und Drummer Anton Fig als den Gitarren-Künsten von Bonamassa getragen wird.

Der Lonely Boy kommt dann mit einem Swing und Rockabilly-Flair daher, wie man es sonst nur von Brian Setzer und seinem Orchestra oder aber den STRAY CATS her kennt. Gerade mit den unterstützenden und die Nummer antreibenden Bläser-Sätzen und der für Bonamassa eher ungewöhnlichen Gitarren-Arbeit auch in den Soli ist das eine echte Überraschung – aber eine sehr positive. Das abschließende Savannah hingegen versprüht viel Flair aus Bonamassas zweiter Heimat Nashville und transportiert auch ein deutliches Country-Feeling und beschließt die Scheibe mit einer sehr ruhigen Note.

Die zehn Songs, die in den legendären Abbey Road Studios aufgenommen wurden, versprühen zwar nicht unbedingt durch die Bank ein typisches British Blues-Feeling, sie zeigen aber deutlich andere Elemente, die man so zuvor nicht auf einem Bonamassa-Album zu hören bekommen hat. “Dieses ganze London-Abenteuer”, gibt Bonamassa zu, “war für mich die Erfüllung eines großen Wunsches.” Und dabei ist auch wieder ein richtig gutes und wunderbar abwechslungsreiches Album herausgekommen, das neue Seite zeigt, aber ebenso absolut deutlich ein typisches Bonamassa-Album geworden ist.

 

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