John Cate Band

Two Brothers

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.10.2003
Jahr: 2003

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John Cate Band Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


John Cate Band
Two Brothers, Blue Rose Records, 2003
John Cate Lead & Backing Vocals, Acoustic Guitars, Percussion
Paul Candilore Lead Guitar, Lap Steel, Electric 12-String, Acoustic Guitar, Backing Vocals
Clayton Young Bass, Backing Vocals
Jay Fitzgibbons Drums
Danny McGrath Bass
Paul Kochanski Bass
Jim Gambino Hammond B-3, Piano
Jimmy Ryan Mandolin
Steve Latt Fiddle
Produziert von: Rob Fraboni & The van Gogh Brothers Medium: CD
1. Innocent Girl7. Goodbye Baby
2. Hard Time8. Phone Don't Ring
3. Vicious Game9. Two Brothers
4. Same Thing10. Under My Wheels
5. Pine Box Walk11. What I'm Gonna Da
6. Follow The Rain12. Day Is Done

Der in Boston beheimatete John Cate und sein Gitarren-Sidekick Paul Candilore bilden das Herzstück der van Gogh Brothers, die mit ihrem nunmehr sechsten Album die Roots-Rock-Fahne stolz schwenkend vor sich her tragen. Und dies mit der absoluten Souveränität und Erfahrung gestandener Musiker.
Als namhaften Produzenten konnten sie diesmal (zumindest für vier Stücke) auf die Erfahrung eines Rob Fraboni zurückgreifen. Fraboni verdiente seine Meriten immerhin schon beim "The last waltz"-Projekt der allseits beliebten THE BAND oder arbeitete als Produzent für Bonnie Raitt, ROLLING STONES und Eric Clapton. Aber im Grunde haben John und Paul sowieso alles fest im Griff. Das beweisen sie als Produzenten der restlichen acht Titel.

Wenn man bedenkt, dass die Jungs erst seit 1996 gemeinsam musizieren, grenzt ein Output von 6 Platten schon an Wahnsinn. Wer nun auf die Idee kommt, die Songs auf dem aktuellen Werk seien deswegen von minderer Klasse, sieht sich getäuscht. Hier gehen Quantität und Qualität tatsächlich Hand in Hand.

Natürlich bringen die Herrschaften nichts Innovatives, sondern bedienen sich aus dem prall gefüllten Musikangebot der letzten Jahrzehnte, insbesondere bei den alten Helden wie Bob Dylan, BYRDS, ROLLING STONES und den etwas jüngeren wie Tom Petty oder John Mellencamp. So ist das nun mal bei unseren Roots-Rockern. Dafür werden sie gemeinhin aber auch sehr geschätzt.

John Cate übertreibt es zwar hin und wieder mit seiner Liebe zu Dylan, wenn er stellenweise dessen Gesang fast identisch kopiert oder wenn die komplette Band bei Pine box walk klingt, als spiele sie ein Outtake aus den "Time out of mind" Sessions. Trotzdem kann man der Cate Band deswegen nicht böse sein, denn sie meistern diesen (wie alle anderen) Tracks mit viel Esprit und Charme.
Und überhaupt, Paul Candilore an den elektrischen Gitarren rockt derart authentisch, fährt einen so extrem geilen Vintage-Ton mit seinen diversen Klampfen, dass trotz aller verwendeter Stereotypen allein schon deswegen ein ziemlich abwechslungsreicher Hörgenuss garantiert ist.
Letztlich kennt man zwar alle Songs irgendwie, aber Spaß bereiten sie dennoch. Insbesondere bei angemessener Lautstärke, also laut !!

Dass ihre alten Kumpels von den SWINGING STEAKS (Bass/ Hammond B-3/Piano) und Jimmy Ryan (Mandoline) von den BLOOD ORANGES sich ebenfalls ein Stelldichein geben, lässt die Songs dann jeweils im passenden Arrangement ertönen.

Die John Cate Band beherrscht also die komplette Bandbreite genretypischer Spielarten, vom Singer-Songwriter-Rock mit Folkeinflüssen über counryfizierte Balladen bis hin zum old-school-Rock'n'Roll bzw. Rockabilly und wieder zurück. Roots-Herz, was willst Du mehr?
Und die Verantwortlichen bei Blue Rose sollten zusehen, dass diese Band nächstes Jahr in Deutschland tourt. Denn auf der Bühne stelle ich mir diese Musik wirklich großartig vor.

Frank Ipach, 04.10.2003

 

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