John Lennon

Gimme Some Truth

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.10.2020
Jahr: 2020
Stil: Rock
Spiellänge: 137:54
Produzent: Sean Ono Lennon

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Plattenfirma: Universal Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
CD 1:
01. Instant Karma (We All Shine On)
02. Cold Turkey
03. Working Class Hero
04. Isolation
05. Love
06. God
07. Power To The People
08. Imagine
09. Jealous Guy
10. Gimme Some Truth
11. Oh My Love
12. How Do You Sleep?
13. Oh Yoko!
14. Angela
15. Come Together (Live)
16. Mind Games
17. Out The Blue
18. I Know (I Know)
 
CD 2:
01. Whatever Gets You Thru The Night
02. Bless You
03. #9 Dream
04. Steel And Glass
05. Stand My Me
06. Angel Baby
07. (Just Like) Starting Over
08. I'm Losing You
09. Beautiful Boy (Darling Boy)
10. Watching The Wheels
11. Woman
12. Dear Yoko
13. Every Man Has A Woman Who Loves Him
14. Nobody Told Me
15. I'm Stepping Out
16. Grow Old With Me
17. Happy Xmas (War Is Over)
18. Give Peace A Chance
Musiker Instrument
John Lennon Vocals, Guitar, Piano, Harmonica
Yoko Ono Vocals
Earl Slick , George Harrison, Jesse Ed Davis, Ted Turner, Hugh McCracken Guitar
Nicky Hopkins Piano
Klaus Voorman Bass
Jim Keltner , Ringo Starr Drums
Bobby Keys Horns
Elton John Vocals, Piano, Organ on Whatever Gets You Thru The Night
Billy Preston Organ
und viele weitere Musiker

War da nicht gerade eben erst eine “Best Of“ John Lennon erschienen? Ja, denkste! Die Zeit rast mehr denn je und es sind schon wieder 10 Jahre vergangen, seit “Power To The People – The Hits“ zum 70. Geburtstag des Sängers rauskam. Entsprechend hätte er am 9.10.20 seinen 80. Geburtstag gefeiert, was gleichzeitig bedeutet, dass er vor 40 Jahren erschossen wurde. Am 8. Dezember jährt sich dieses Ereignis.

Nun, da kann man ruhig mal eine “Erinnerung“ veröffentlichen, zumal John ja irgendwie bis zum heutigen Tag vermisst wird. Einer der seine Stimme, ohne Rücksicht auf Verluste, erhoben hat. Mit seinen Entscheidungen, vor allem in musikalischer Hinsicht nicht immer richtig lag. Dass Phil Spector “Let It Be“ so mit Streichern zukleisterte, war wohl hauptsächlich Johns Entscheidung und auch sein eigenes “Rock'n'Roll“-Album wäre ohne die “Wall Of Sound“ von Spector womöglich kerniger geraten.

Dem gegenüber stehen aber etliche durchaus gelungenen Songs und Alben. 35 Songs daraus wurden von Yoko Ono und dem gemeinsamen Sohn Sean Ono Lennon ausgewählt und von Letzterem produziert. Zur Seite stand ihnen Toningenieur Paul Hicks, der unter anderem an “Imagine – The Ultimate Collection“, das vor zwei Jahren erschien (s. Review), mitgearbeitet und dessen Können ihm bereit ein paar Grammy-Awards bescherte. Diese Kombination soll also für das “ultimative Hörerlebnis“ stehen.

Nun, in direktem Vergleich zum 2010er Album, klingt das tatsächlich bereits bei Instant Karma transparenter, räumlicher und die Vorgabe Yokos, dass Johns Stimme mehr Klarheit erhalten sollte, kann man als erfüllt betrachten. Das klingt schon sehr direkt und bei entsprechender Lautstärke kommt sich tatsächlich wie mitten im Studio vor.

Die Songauswahl ergibt sich natürlich fast von alleine und die meisten Songs sind gereiften Musikfans mehr oder weniger geläufig: Cold Turkey, Working Class Hero, Imagine, Jealous Guy, Mind Games, Whatever Gets You Thru The Night, Give Peace A Chance und die kurz vor seinem Tod entstandenen (Just Like) Starting Over und Woman. Im Vergleich zum 2010er Sampler wurde deutlich, von 15 auf 35 Song, aufgestockt und dadurch finden sich auch einige Titel, die nicht gerade die Top Ten erstürmt haben. Wie Angel Baby, dass zwar für besagtes “Rock'n'Roll“-Album aufgenommen wurde, aber erst auf dem posthum erschienen “Menlove Ave“ vertreten war. Eine 50er-mäßige Ballade ohne große Höhepunkte, aber erneut mit bemerkenswert klarer Gesangsstimme. Auch I'm Losing You, von “Double Fantasy“ wird gern übersehen/-hört, obwohl das eine klassische Lennon-Nummer ist, mit tollen Gitarren und einem gewissen “Biss“.

Auch Grow Old With Me ist vertreten, der Song, denn auch sein einstiger Schlagzeuger Ringo Starr für sein letztjähriges Album eingespielt hat. Klingt bei Ringo etwas austarierter, bleibt aber natürlich ein arg melancholische Ballade.

Ich kann mich natürlich täuschen, aber selbst gegenüber dem Mix auf “Imagine – The Ultimate Collection“ scheint sich Johns Seitenhieb auf McCartney, How Do You Sleep?, soundmäßig noch einmal verbessert zu haben.

Was mir gefällt ist, dass mit Love, God, Isolation und Working Class Hero gleich vier Songs vom 1970er – für mich ist es das Solo-Debütalbum - “John Lennon/Plastic Ono Band“-Album vertreten sind und auch diese in ungewohnter Klarheit erklingen. Wäre schön, das ganze Album, welches an sich schon ungeschönter Offenheit nicht zu überbieten  ist, in dieser Abmischung zu hören.

Sicher ist hier die ein oder anderen Nummer zu finden, die nur eingeschworene Lennon-Fans vergöttern werden, aber trotzdem ist das Konzept für “Gimme Some Truth“ geglückt und das Albumtitel passt ja auch, denn hier gibt es wirklich die reine Wahrheit. Als Doppel-CD auch schön verpackt in einem zusätzlichen Schuber, Booklet und doppelseitigem Miniposter. Eine würdige Hommage zu Johns Achtzigstem.

 

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