John Lennon

John & Yoko – Above Us Only Sky


BluRay-Review

Reviewdatum: 02.09.2019
Jahr: 2019
Stil: Dokumentation
Spiellänge: 113:00
Produzent: Peter Worsley

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Plattenfirma: Eagle/Universal


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
Dokumentation
Bonus Features:
“How Do You Sleep?“ (Takes 5 & 6, Raw Studio Mix)
 
“Oh My Love“ (Raw Studio Mix)
“Oh Yoko“ (Bahamas, 1969)
Conversation with Curt Claudio
Musiker Instrument
John Lennon, Yoko Ono, Julian Lennon, George Harrison, Klaus Voorman,u.v.m.

Auch das Album “Imagine“ wurde ja dieses und letztes Jahr mit einigen Veröffentlichungen schon ordentlich abgefeiert. Und natürlich steht die Musik an erster Stelle, aber John Lennon war nun einmal viel mehr als “Nur Musik“.

Im nächsten Jahr wäre 80 Jahre alt geworden, was gleichzeitig auch bedeutet, dass er seit mittlerweile fast 40 Jahren tot ist. Nie vergesse ich Tag, Ort und Zeitpunkt, als mich die traurige Nachricht – die ich erst einmal als völligen Blödsinn abfertigte – erreichte. Wahrlich, diese Welt, heute mehr denn je, bräuchte mehr John Lennons.

Auch mehr Yoko Onos, aber dieses geht die Dinge für gewöhnlich etwas zurückhaltender, subtiler an.

Wer das Phänomen von John & Yoko besser verstehen will und gleichzeitig tiefer in den Entstehungsprozess des “Imagine“-Albums blicken möchte, für den ist diese Blu-ray/DVD durchaus zu empfehlen. Auch, wenn man sich so etwas wahrscheinlich nicht allzu oft ansieht.

Durch vorher nie gesehen Aufnahmen und Interviews mit vielen Beteiligten, taucht man in die Atmosphäre von Tittenhurts, Lennons Landsitz in der Nähe von Ascot, ein. “Landsitz“ ist noch leicht untertrieben. Das Areal ist ein Anwesen, welches sich zu dem Zeitpunkt nur wenige Künstler leisten konnten, bzw. leisteten.

Da rudert man mit den Lennons aus dem See herum, braust mit John und Yoko durch die Wälder und durchstreift die Räumlichkeiten des Hauses. Sitzt in der Küche bei Tee und Zeitung mit George Harrison oder spielt Mäuschen bei den Aufnahmesessions, für die Räume zum Studio umfunktioniert wurden.

Man lernt über die Arbeitsweise Lennons, der anscheinend alle Songs im Kopf hatte und die Musiker teilweise einfach mit wenig Instruktionen ins kalte Wasser warf und spielen lies. Und trotzdem hat es funktioniert. Und alle zur selben Zeit im selben Raum. Das “zusammen mit anderen Musik machen“, diese Stimmung kann man mit nichts ersetzen. Das spürt und hört man auch in den teils neuen Interviews. Ein Klaus Voorman, der ja wahrlich mit vielen Größen gespielt hat, ist auch heute nahezu ergriffen, wenn er von den damaligen Sessions erzählt.

Außerdem erfährt man auch einiges vom Leben von John und Yoko abseits der Musik. Der Galerist John Dunbar liefert interessante Eindrücke, die auch die Frau und Künstlerin Yoko Ono besser verstehen helfen. Ein neues Interview mit Yoko Ono trägt dazu ebenfalls bei.

Ganze Songs gibt es während des Films nicht zu sehen, aber als “Bonus Feature“ kriegt man dann doch ein paar einzelne Stücke als “Raw Mixe“. Macht absolut Spaß, solche Größen bei der Arbeit zu sehen und ein Meisterwerk zu kreieren.

Wie gesagt, das schaut man sich sicher nicht jeden Tag an, aber wer das Album “Imagine“ liebt und/oder ein John Lennon-Fan ist, der hört das Album künftig mit leicht veränderten Ohren und schaut denkt beim Blick in den Himmel öfter mal “above us only sky“.

 

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