John Phillips

Pay Pack & Follow

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.03.2002
Jahr: 2001

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


John Pillips
Pay Pack & Follow, Phoenix Production / Eagle Rock, 2001
John Phillips Vocals, Keyboards
Keith Richards Guitar, Backing Vocals
Chris Spedding Guitar
Mick Taylor Guitar
Jean Rousell Keyboards
Ron Wood Bass
David Wooford Bass
Yogi Horton Drums
John Kito Piano, Keyboards
Mick Jagger Backing Vocals
Produziert von: Mick Jagger & Keith Richards & Harvey Jay Goldberg Länge: 39 Min 58 Sek Medium: CD
1. Mr. Blue6. Pussycat
2. She's Just 147. Zulu Warrior
3. Wilderness Of Love8. Very Dread
4. Oh Virginia9. 2001
5. Sunset Boulevard

"The Legendary Lost Recordings Featuring Mick Jagger, Keith Richards, Mick Taylor & Ron Wood" verkündet der Sticker auf der CD-Hülle.
Scheint sich ja um eine kleine Sensation zu handeln. Eine "Sensation" ist zunächst mal, wie John Phillips im Booklet schreibt, dass diese Bänder tatsächlich noch aufgetaucht sind, da sie, offenbar, eine Odyssee um den Erdball und durch die Jahre gemacht haben.
2001, sind sie dann doch noch ans Licht (und Ohr) der Öffentlichkeit gekommen.

Leider verstarb John Phillips am 18. März 2001 an Herzversagen in Los Angeles.
John Phillips ist wohl besser bekannt als einer der "Papas" in der 60er/70er Hit-Gruppe "Mamas and Papas" (California Dreaming, Monday Monday).

Die Aufnahmen stammen aus der Zeit 1973 bis 1979 und wären ohne das Angebot von Mick Jagger an John Phillips, die Songs zu produzieren, vielleicht nie gemacht worden.
Die beteiligten Musiker dieser Sessions und der Zeitraum in dem diese aufgenommen wurden, weisen schon darauf hin, was uns erwartet:
Rock-, Blues- und Country-beeinflusste Songs der 70er Jahre, wie sie u. a. die Stones oder auch Rod Stewart gern auf ihren Scheiben hatten.

Mr. Blue groovt mit einigem Popanteil gut los. Klingt für mich sehr nach STEVE HARLEY & COCKNEY REBELL, wenn da nicht ab und zu diese unverkennbaren Keith Richards-Licks auftauchen würden.
Bei She's Just 14 wird der Einfluss der Stones noch deutlicher:
Das könnte man durchaus als Outtake einer ihrer Alben verkaufen. Einer dieser Country-Blues-Balladen wie sie auf "Sticky Fingers" oder auf "Exile on Main Street" zu finden sind. Keith an der Slide Gitarre und Mick, sehr deutlich, als Background Sänger zu hören. So etwas kann man nur nach Mitternacht aufnehmen.

Auch mit leichtem Country-Touch, aber doch ziemlich folk-poppig ist Wilderness Of Love.
Erstaunlich wie sehr John Phillips hier nach George Harrison klingt. Überhaupt der ganze Song. Keith hier auch wieder an der Lead Gitarre, was aber nur wenig auffällt.
Naja, also viel deutlicher kann's ja kaum mehr werden: Bei Oh Virginia klingt nicht nur der Titel nach den "Glimmer Twins"! Mit Ron Wood am Bass, Mick Taylor an der E- und Keith Richards an der akustischen Gitarre, Ollie Brown Percussion und Mick & Keith als Background-Sänger ist wohl alles klar! Als wenn es direkt von der zweiten Seite des "Exile..." Doppel-Albums geklaut wäre.

Wieder mehr zu seinen Folk-Wurzeln kehrt Mr. Phillips bei Sunset Boulevard zurück. Geht gut ins Ohr.
Das es bei Pussycat nicht um eine Katze (jedenfalls keine vierbeinige..) geht ist zu erwarten:
"My Pussycat's closed up nice and tight,
They closed my porno shop last night,
Guess I'll stroll down to my topless,
Have a little lunch and watch the kids undress..."

Ein locker-flockiger Boogie, mit Session-Charakter, nach dessen Schluss überraschend noch ein paar Takte You Gotta Move auftauchen.

Zulu Warrior versammelt wieder Mick T. & Keith R. (Gitarren), Ron W. (Bass) und Mick J. (Backing-Voc) zu einem karibisch-afrikanisch angehauchten Song, der auch auf "Black & Blue" (R. Stones) hätte sein können. Ohne das String-Arrangement, und mit Jagger's Lead Gesang, wär's wohl auch etwas fetziger gekommen. Ist aber auch so ein guter Song mit Drive und Groove.

Wieder an Steve Harley...
STOP! Okay, jetzt muss ich mich mal outen: Für mich gehört Steve Harley & Cockney Rebell's Live-Doppel-LP "Face To Face" zu den tollsten Live-Aufnahmen überhaupt! So jetzt ist es raus.
Also nach einer von dessen Piano-Balladen hört sich Very Dread an, selbst die Stimme. Schönes Solo von Chris Spedding.

Der Ohrwurm 2001 beschließt diese kurzweilige Scheibe.
Eine schöner Country-Folksong in dem John Phillips, muss wohl 1976 gewesen sein, sich Gedanken macht was 24 Years später sein wird.
Der Wunsch "May all of the people, on this lovely Planet still be here in the year 2001", hat sich leider nicht erfüllt und auch John hat nur noch wenig vom Jahr 2001 erlebt.
Das mit ihm ein toller Songschreiber und Interpret verloren ging wird hier nochmal deutlich.

Epi Schmidt, 24.03.2002

 

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