Jona Steinbach

Alles Negieren

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.03.2010
Jahr: 2010
Stil: Indie Pop

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Jona Steinbach
Alles Negieren, Cobretti Records, 2010
Jona SteinbachVocals, Guitar, Electronics & Arrangement
Harald ZieglerWaldhorn (auf Ein Tanz)
Produziert von: Jona Steinbach Länge: 43 Min 49 Sek Medium: CD
01. Kugel06. Es wird böse enden
02. In den Gedanken07. Spaziergang
03. Alles Negieren08. -
04. Ein Tanz09. Du sagst immer nur dass du mich liebst wenn du betrunken auf dem Boden neben Kajtek liegst
05. Seite10. Mario

Sein drittes Album hat JONA STEINBACH nun unter seinem vollständigen Namen veröffentlicht, nachdem er einstmals nur mit seinem Vornamen vor allem in der Kölner Szene unterwegs war. Obwohl “Alles Negieren“ ja eher etwas negativ und quengelig, ja schon regelrecht nach Weltschmerz klingt, ist es eine ziemlich lupenreine (Indie-)Popplatte geworden. Der Opener Kugel und das darauf folgende In den Gedanken kommen denn auch schön fluffig daher, eher sparsam arrangiert, teilweise nur mit der Gitarre leicht akzentuiert, um die Texte nicht zuzukleistern und mit einer doch irgendwie hoffnungsfroh stimmenden Attitüde.

Das Titelstück Alles Negieren ist dann mit hübschen Retro-Synthie-Klängen unterlegt und wirkt dadurch angenehm verspielt. Klasse ist natürlich das Waldhorn-Solo in Ein Tanz - hat es so etwas seit Holger Czukay mal in hiesigen popmusikalischen Gefilden gegeben? Auch >i>Spaziergang wirkt mit seiner elektronischen Ausschmückung wunderbar leicht und Du sagst mir immer nur dass du mich liebst wenn du betrunken auf dem Boden neben Kajtek liegst muss man ja schon alleine wegen des Titels mögen.

Ein bisschen Probleme habe ich doch mit der Stimme von Steinbach, die mir auf Dauer etwas zu gleichförmig erscheint. Das ist mir dann doch ein Spur zu viel Melancholie. Ansonsten darf jeder, der an luftigem Indie-Pop mit Songwriter-Ambitionen und durchaus cleveren deutschen Texten der Marke TOMTE, frühe KANTE oder NILS FREVERT. Gefallen findet mal das eine oder andere Ohr riskieren. Jedenfalls passt das Album prima zum Frühling, der nun auch endlich in die Gänge kommt.

Ralf Stierlen, 23.03.2010

 

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