Jorn

Dukebox


CD-Review

Reviewdatum: 26.08.2009
Jahr: 2009
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Jorn
Dukebox, AFM Records, 2009
Jorn LandeGesang
Jörn Viggo LofstadGitarre
Tore MorenGitarre
Magnus RosenBass
Morty BlackBass
Sid RingsbyBass
Stian KristoffersenSchlagzeug
Willy BendiksenSchlagzeug
Produziert von: Jorn Lande Länge: 72 Min 20 Sek Medium: CD
01. Man Of The Dark09. The Inner Road
02. Starfire10. Tungur Knivur
03. Young Forever11. Stormcrow
04. Soul Of The Wind12. Out To Every Nation
05. Living With Wolves13. Lonely Are The Brave
06. War Of The World14. Blacksong
07. Sunset Station15. Shadow People
08. We Brought The Angels Down16. The Duke

Der Hüne mit der großen Stimme - so könnte man Jorn Lande sehr treffend beschreiben. Der Norweger hat eben diese Stimmbänder schon für zahlreiche Bands (ARK, MASTERPLAN) und Projekte (AYREON, AVANTASIA, ALLEN/LANDE) eingesetzt und dabei mehr als einmal seine Stellung als einer der besten Rock-Sänger der Gegenwart unter Beweis gestellt. Sein Organ lässt sich dabei am besten als Mischung aus David Coverdales (Ex-DEEP PURPLE, WHITESNAKE) Timbre und Ronnie James Dios (Ex-RAINBOW, BLACK SABBATH, DIO, HEAVEN & HELL) Leidenschaft beschreiben.

Nun sorgte vor wenigen Wochen die Meldung für Furore, dass Lande zu MASTERPLAN zurückkehren wird und somit erscheint das nun vorliegende Best-Of-Werk mit dem Titel "Dukebox" fast schon eine Art Abschiedsgeschenk an die Fans der Solo-Werke von JORN zu sein. Umso wahrscheinlicher klingt die Annahme, wenn man berücksichtigt, dass Lande erst 2007 mit "The Gathering" ein Überblickswerk seines Solo-Schaffens bis dato zusammen- und vorgestellt hatte.

Aber an den Songs als solchen gibt es nichts auszusetzen: 16 Perlen des Heavy-Rock, die eigentlich jedem Metal-Fan geläufig sein sollten. Zudem gelingt es JORN hier weitestgehend Überschneidungen zu “The Gathering“ zu vermeiden. Lediglich die unvermeidlichen Young Forever, Sunset Station und The Duke sind auf beiden Best-Of vertreten. Dadurch fehlen natürlich dann aber auch so starke Stücke wie Something Real, Bridges Will Burn oder aber One Day We Will Put Out The Sun. Dafür fehlte bei “The Gathering“ unverständlicherweise der JORN-Song schlechthin: We Brought The Angels Down. So hat jede Scheibe ihre Schwächen.

Zudem bin ich der Meinung, die Auswahl hätte etwas breiter gefächert sein dürfen. Denn bei der “Dukebox“ beschränkt sich Lande allein auf die vier Alben “Worldchanger“, “Out To Every Nation“, “The Duke“ (sofern man Starfire hier mitzählt) und “Lonely Are The Brave“. Das bedeutet, dass sowohl das jüngste Werk “Spirit Black“ als auch das selbstbetitelte Debüt sowie “Starfire“ komplett Außen vor bleiben.

Für Neueinsteiger, die gar nichts von JORN haben, lohnt sich daher die Anschaffung der beiden Best-Of-Scheiben. Damit haben sie einen wirklich gründlichen Überblick über das Schaffen eines der besten Heavy Metal-Sänger der Moderne und zugleich kaum Überscheidungen zu verzeichnen. Kenner des Mannes, die die vier oben aufgezählten Alben bereits im Schrank stehen haben, brauchen sich dieses Werk definitiv nicht anzuschaffen.

Marc Langels, 25.08.2009

 

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