Jorn Lande & Trond Holter

Dracula Swing Of Death

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.01.2015
Jahr: 2015
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Jorn Lande & Trond Holter
Dracula Swing Of Death, Frontiers Records, 2015
Jorn LandeGesang
Trond HolterGitarre
Bernt JansenBass
Per Morten BergsethSchlagzeug
Lena Floitmoten BorresenGesang
Produziert von: Jorn Lande & Trond Holter Länge: 46 Min 02 Sek Medium: CD
01. Hands Of Your God06. River Of Tears
02. Walking On Water07. Queen Of The Dead
03. Swing Of Death08. Into The Dark
04. Masquerade Ball09. True Love Through Blood
05. Save Me10. Under The Gun

Es war ein wenig still geworden im vergangenen Jahr um den norwegischen Sangesgott, Jorn Lande. Ein Jahr ohne eigene Veröffentlichung – sprich eine unter dem Namensbanner JORN - hatte es zuletzt 2005 gegeben. Und so blieb den Fans im Jahr 2014 nur die jüngste – sehr gelungene – Scheibe der Kollaboration ALLEN/LANDE, die allerdings auch erst gegen Ende des Kalenders erschien. Aber dafür legt Lande ja nun zu Beginn des Jahres 2015 direkt los und präsentiert sich dabei von einer ungewohnten Seite.

Zusammen mit seinem Gitarristen Trond Holter hat er eine Metal-Oper rund um die Person des Grafen Vlad Tepes des III. aus der Wallachei, besser bekannt als Vlad Dracul oder kurz „Dracula“, konzipiert, komponiert und aufgenommen. Die Geschichte wird dabei sehr frei nach dem Buch von Bram Stoker und dem nicht minder bekannten Film aus den 90er Jahren erzählt und dreht sich zumeist um die inneren Kämpfe, die der vom Glauben und Gott abgefallene Dracula durchlebt, auf der Suche nach seiner geliebten Ehefrau, die sich nach einem Verrat das Leben nahm und die er nun in einer jungen Frau in London, Mina, wiederzuerkennen meint.

Lande ist dabei eine geradezu sensationelle Besetzung für den Part des Dracula, den er in den zehn Stücken mit Leben und Seele zelebriert. Sein weiblicher Gegenpart wird hier von der bisher unbekannten jungen Norwegerin Lena Floitmoten Borresen eingesungen, die ebenfalls eine wirklich phantastische Leistung liefert. In einigen Momenten der insgesamt vier Duette fühlt man sich an MEAT LOAF erinnert, dieser hatte ja auch immer ein Faible dafür, mit weiblichen Gast-Stars zu singen.

Musikalisch ist dieses Album natürlich nicht allzu weit von dem Heavy Metal-Sound der anderen JORN-Veröffentlichungen entfernt. Allerdings ist das Material hier musikalisch und stilistisch schon deutlich abwechslungsreicher gestaltet. Sonst hätte man es ja auch als reguläres JORN-Album veröffentlicht. Denn hier kommen schon mal sehr überraschende Ideen zum Einsatz, die so vielleicht nicht zur Hauptband gepasst hätten. Ein Beispiel dafür mag Swing Of Death sein, das fast schon nach Burlesque-Musik klingt. Oder der letzte Teil von Queen Of The Dead, der durch seine kleinen Gitarren-Schlenker in den klassischen Bereich fast an das TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA erinnert. An anderer Stelle klingt mal kurz eine Reminiszenz an QUEEN durch. Aber die schweren Gitarren-Sounds von Holter drehen das Ganze dann doch immer wieder ganz klar in Richtung Heavy Metal.

Lande und Holter haben hier zum Beginn des Jahres bereits ein fettes Ausrufezeichen hingelegt. Kein Wunder, dass es Pläne gibt, dieses Werk auch für die Bühne zu adaptieren – leider bisher nur in norwegischen Theatern. Dem Rest der Welt bleibt – zumindest einmal vorerst – nur dieses Album, das aber ein wirklich starker Trost ist und definitiv zu den bislang besten Alben gehört, mit denen die beiden Norweger Lande und Holter in Verbindung gebracht werden. Das hier schreit geradezu nach einer Fortsetzung.

Marc Langels, 13.01.2015

 

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