Josh Rouse

The Best Of The Rykodisc Years

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.09.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Frank Ipach


The Best Of The Rykodisc Years, Ryko/Rhino, 2008
Josh RouseVocals, Guitars,Melodica,Keyboards
David Henry, James HaggertyBass, Cello, Background Vocals
David Gehrke, Malcolm Travis, Darren Jesse, Marc Pisapia,Drums, Percussion
Steve Allen, George Nicholson, John Deaderick, Curt PerkinsPiano, Wurlitzer, Keyboards
Brad JonesBass, Wurlitzer, Organ, Vibraphone, Piano
Roger MoutenotGuitars, Keyboards
Pat SansoneBass, Keyboards, Vibes, Guitars
Jim HokeFlutes, Saxophones
Produziert von: David Henry,Josh Rouse,Roger Moutenot,Brad Jones Länge: 133 Min 02 Sek Medium: CD
CD 1
01. Late Night Conversation11. Ugly Stories
02. Dressed Up Like Nebraska12. 1972
03. Invisble13. Love Vibrations
04. Laughter14. Come Back (Light Therapy)
05. Directions15. Rise
06. 100M Backstroke16. Winter In The Hamptons
07. 6517. It's The Nighttime
08. Under Cold Blue Stars18. My Love Is Gone
09. Nothing Gives Me Pleasure19. Streetlights
10. Feeling No Pain
CD 2
01. Miserable South08. Flair
02. A Night In09. Be On The Lookout
03. A Song To Help You Sleep10. Cannot Talk
04. Sad Eyes11. Christmas With Jesus
05. Sunshine12. Camping In Copenhagen
06. Michigan13. Princess On The Porch
07. Suburban Sweetheart

Mit Josh Rouse, dem 1972 in Nebraska geborenen Singer-/Songwriter mit dem großen Pop-Herzen werden mich auf immer und ewig fröhliche Gedanken verbinden. Wohl nie werden meine beiden Töchter (damals gerade 7 und 10) und ich die ausgelassenen Tanzepisoden in unserem Wohnzimmer vergessen, die wir im Herbst 2003 inszenierten, während wir ein um's andere Mal Josh Rouses damaliges Album "1972" in angemessener Lautstärke hörten und zu Songs wie z.B. Comeback (Light Therapy) und Love Vibration einen Heidenspaß hatten. Nicht umsonst bezeichnet Josh selbst dieses Kapitel als sein fröhlichstes.

"1972" und und das zwei Jahre später erschienene "Nashville" werden wohl immer zu meinen Lieblingsalben gehören. Da hatte sich der Songwriter Rouse wohl zu seinen ersten Höhepunkten komponiert und gesungen.

Nach seiner Trennung von Rykodisc (nach dem "Nashville"-Album) und der Implementierung seines eigenen Labels 'Bedroom Classics' auf welchem mittlerweile das feine "Subtitulo" und "Country Mouse City House" als reguläre Alben erschienen sind, sah sich Rykodisc/Rhino wohl nun endlich genötigt eine Rouse-Retrospektive, ein sogenanntes 'Best-Of', zu kompilieren und damit einen Querschnitt durch Joshs Karriere zwischen 1998 und 2005 nachzuzeichnen. Ein sowohl schwieriges, aber letztlich auch musikalisch befriedigendes Unterfangen.

Schwierig insofern als Rouses Alben sicher weit mehr als nur läppische 19 Tracks böten, um ein 'Best-Of' zu kreieren, aber musikalisch dennoch befriedigend, weil eben diese 19 Lieder so wunderbar süffig reingehen, dass man dankbar sein muß, dass die Musikszene solche Künstler wie Josh Rouse immer noch hervorbringt. Ziemlich einzigartig in Stil und Eleganz, Ehrlichkeit, Offenheit und entwaffnender Herzenswärme. Gesegnet mit einem Talent, das unvergessliche Melodien mit einem ausgewogenen Sinn für Melancholie und Frohsinn paart und dabei niemals platt oder anmaßend klingt. Josh Rouse ist immer Josh Rouse. Diese Attitüde, diese Selbstreflexion, frei von jeglicher Prätention, tritt auch deutlich in den sehr lesenswerten Liner-Notes von niemand geringerem als Anthony DeCurtis (renommierter amerikanischer Musikkritiker) zu Tage, der Rouse in eigenen Worten sprechen lässt: "Jedes Mal wenn ich ein neues Album produzierte, versuchte ich, es vom Vorgänger deutlich abzugrenzen. Andauernd fasziniert mich ein anderer, neuer Musikstil, doch am Ende des Tages, egal wie eklektisch ich auch war, sind es meine Stimme und mein Sinn für Melodie, die die Dinge doch wieder zusammenhalten. Egal wie sehr du versuchst, die Dinge zu stilisieren, deine eigene Identität kommt immer wieder hervor. Am Ende stehst immer du selbst." Zutreffende Worte. Worte, die nicht unbedingt auf jeden Songwriter zutreffen, doch zumindest Josh Rouse bleibt der Prototyp des ehrlichen Songschreibers, der Herz und Verstand gleichermaßen berührt. Unverwechselbar. Neben Ron Sexsmith sicher einer der besten der letzten 10 Jahre.

"The Best Of Rykodisc", diese zudem sehr ansprechend als Digi-Pack aufgemachte Doppel-CD, birgt also eine Menge Schätze aus den Alben "Dressed Up Like Nebraska", "Home", der mit LAMBCHOPs Kurt Wagner eingespielten 1999er EP "Chester", dem 2002er "Under Cold Blue Stars"-Werk und den Glanztaten "1972" und "Nashville", das mit dem Titel Streetlights eins der schönsten Rouse-Songs ever zeitigt.

Ein weiteres Schmankerl hält CD 2 bereit, die mit den legendären, mittlerweile vergriffenen"Bedroom Classics Vol.1" aus dem Jahre 2001 aufwartet und weiterhin interessante Einsichten in Josh Rouses Kompositionstalent gewährt, insofern als teilweise unveröffentlichte Outtakes und Demos ans Licht der Öffentlichkeit geschoben werden. Mehr als nur eine Zugabe. Meisterlich. Und das alles zum Preis einer Einzel-CD. Da heißt es zugreifen, insbesondere wenn man Josh Rouse schon immer mal kennen lernen wollte.

Frank Ipach, 27.09.2008

 

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