Jude Davison

Outskirts Of Eden

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.04.2011
Jahr: 2011
Stil: Americana, Roots

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Jude Davison Homepage



Redakteur(e):

Michael Masuch


Jude Davison
Outskirts Of Eden, Pigeon Moods, 2011
Jude DavisonVocals, Guitar, Bass, Doublebass, Banjo, Mandolin, Dobro, Lap Steel, Piano, Percussion
Sydney GalbraithVocals
Bessie WappVocals, Accordion
Craig KorthBanjo
Jeff FaragherCello
Rob JohnsonDouble Bass
Caleb MortonHarmonica
Bob JohnsonPedal Steel
Lee WordenGuitar
The Burlesco BrothersHorns
Rick LingardSaxophones, Flute, Piano
Tim BullenTrumpet
Produziert von: Jude Davison Länge: 103 Min 16 Sek Medium: CD
CD 1CD 2
01. Paraiso Perdido01. Magdelina
02. Medicine Show02. Baby Doll
03. Red Dirt Heat03. Sad & Sweet
04. Hateful04. Strange Desire
05. Borderline05. Brain Street Boogie
06. Smoking Gun06. Gypsy Wind
07. Bittersweet07. Tattoo Town
08. Dry Bones08. Paradise Lost
09. Blood In The Afternmath09. Never Enough
10. Dandelion10. Can`t Stay
11. Justin Biebers Dad11. Redemption Blues
12. Halfway To Heaven12. Roman Holiday
13. Outskirts Of eden13. Last Of The Summer Wine
14. Best If We don`t Say Goodbye

Wer seinen Hörern gleichmal so aus dem Handgelenk ganze 27 Songs auf einen Schlag aufbürdet und es schafft, ganz und gar nicht langweilig zu wirken, ist schon ein Guter.

Der in Kanada lebende Singer/Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist Jude Davison haut dem geneigten Hörer gleich mal einen scheinbar (aber das hat durchaus alles Sinn und Qualität) Wust aus Retro-Rock, Tex Mex, Folk und Americana und einen Schuss Dixieland um die Ohren, dass einem schwindlig wird.

Schon der Opener Paraiso Perdido suggeriert Gene Krupa mit Tito & Tarantula beim Jive Contest und stimmt schon mal schmissig auf das Album ein. Das flott gezupfte Banjo mit Louisiana Feeling bei Red Dirt Heart oder bei Medicine Show und Gypsy Wind mit viel suggerierter Wüstensonne könnte auch der BAND OF HEATHENS gefallen. Hateful findet bestimmt noch mit flockig gerockter E-Gitarre und Handclaps ein Plätzchen bei einem der älteren STEVE MILLER Alben.

"Outskirts Of Eden" entpuppt sich nach mehrmaligen Hören als die vielzitierte Pralinenschachtel bei der der Hörer nie so recht weiß, was auf ihn zukommt. Jude Davison hat, Gott sei Dank, keinerlei musikalische Berührungsängste und glänzt auch gerne mal etwas beatlesesk mit kleinem Streicherensemble und Acoustic Gitarre bei Borderline.
Auch wenn Jude Davison ein Tausendsassa an allerlei Instrumenten ist, holt er sich doch da und dort mal wie bei Smoking Gun gerne mal Sarah McGlynn oder Beth Wapp an die Backround Vocals, die sein Highspeed Banjo virtuos begleiten und wohl manches Cowboy Bein zum mitwippen bringen .
Verzerrte Gitarren und schmissige Bläser wie aus einem imaginären Beatclub der 60er Jahre lässt Davison bei Strange Desire und Can`t Say vorüberziehen. Wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann ist es absolute Kurzweil in seinen Songs, die sich bisweilen auch als witzig darstellt. Wer sonst singt schon von gemütlichem Dixieschwoof begleitet von seiner "aufblasbaren Freundin"? Oder über Justin Biebers Daddy im 1 1/2 Minüter-Song Baby Doll, der sich wohl während eines Davisons Konzertes über eine Bemerkung hinsichtlich seines Sprössling mokierte.
Und wenn er schon mal dabei ist, schräg symphathisch zu wirken, lässt er Saxofon und Posaune haarscharf aneinander vorbei spielen und schafft mit dem dixie- schwangeren Dry Bones eine hübsche Nummer.

Kurzum, Herr Davison legt ein opulentes, kurzweiliges und durchaus intelligentes Album vor, das in keine Schublade passen möchte, aber dadurch nur umso symptathischer wirkt. Sollte man sich wirklich mal anhören. Und als ob es dafür noch einen weiteren Anstoss bräuchte, serviert uns Davison mit Last Days Of The Summer Wine mit Akkordeon, Mandoline und etwas Percussion begleitet, einen balladesken Schleicher, der lange im Ohr hängen bleibt.

Michael Masuch, 23.04.2011

 

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