Julia Fordham

Concrete Love

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.10.2002
Jahr: 2002

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Julia Fordham Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Julia Fordham
Concrete Love, Sanctuary Records, 2002
Julia Fordham Vocals
Produziert von: Larry Klein Länge: 49 Min 13 Sek Medium: CD
1. Love7. It's Another You Day
2. Italy9. Concrete Love
3. Butterfly9. Missing Man
4. Wake Up With You (The I Wanna Song)10. Alleluia
5. Something Right11. Roadside Angel
6. Foolish Thing

Dieses Jahr scheint wie geschaffen für erfreuliche Comebacks. War es vor gut zwei Monaten Alison Moyet, so taucht jetzt plötzlich Julia Fordham auf der großen Pop-Bühne wieder auf. Ihr letztes offizielles Album bei einer Major-Company liegt immerhin auch schon 5 Jahre zurück. Mit einer Best-of-Compilation verabschiedete sie sich seinerzeit bei Virgin.

Fordham, in Großbritannien geboren, verlegte schon in den Neunzigern ihren Wohnsitz nach Kalifornien und arbeitete auf ihren letzten Alben jeweils mit amerikanischen Produzenten bzw. Musikern. Ich muss allerdings gestehen, dass sie nach ihrem zweiten Album "Porcelain" mehr oder weniger aus meinem Blickfeld verschwand.

Nach all den Jahren ist die gute Julia, die ihre Solokarriere 1988 startete, mittlerweilen auch schon stattliche 40 Jahre alt (sorry, Madam).
Nun, mit 40 zelebriert man logischerweise guten, abgehangenen adult-contemporary-pop. Eine Menge guter Songs gelangen Ms. Fordham schon zu Beginn ihrer Laufbahn und an diesem Status hat sich auch in der Jetztzeit nichts geändert.

"Ich beschloss andere Musiker in meine Arbeit mit einzubeziehen, um meiner Musik eine neue Richtung zu geben", berichtet die Künstlerin. Folglich klingt ihr aktuelles Werk in der Tat ein wenig anders als z.B. ihr letztes, "East West".
Die Singer-Songwriter-Attitüde und die mehr gitarrenbetonten, erdigeren Arrangements ihres 97er Albums fallen nun zugunsten einer mehr keyboard-orientierten, durchweg mit Drum-Computer ausgestatteten Produktion, weg. Was allerdings nicht bedeutet, dass es sich hier um sterile, sich dem Massengeschmack anbiedernde, simple Dancefloor-Tracks handelt. Nein, denn "Concrete love" vermittelt aufgrund zahlreicher Top-Musiker und Gastautoren einen wahrlich seelenvollen Eindruck. Alte Hasen, wie Billy Preston (B-3/Wurlitzer), Dean Parks (Gitarre) und auch Larry Klein (Bass/Keyboards/Produzent) unterstützen Fordhams Gesang auf kongeniale Art und Weise. Duett-Partner wie India Arie und (der von mir sehr geschätzte) Joe Henry setzen absolute Glanzpunkte auf diesem sehr homogenen Album. Joes und Julias Alleluia markiert den emotionalen Höhepunkt in dem 13 Titel umfassenden Songreigen.
Geblieben ist natürlich der immer interessante, textliche Umgang mit ihrem Lieblings-Sujet: die Liebe, mit all ihren Höhen und Tiefen, Lust, Verlangen und Sehnsucht.

Die fruchtbarste Zusammenarbeit gelingt Julia mit ihrem Songwriting-Partner Gary Clark, der Ende der 80er mit seiner damaligen Band Danny Wilson, einige hervorragende Songs produzierte und dessen Talent hier endlich mal wieder voll zur Geltung kommt. Vier gemeinsame Kompositionen, darunter das wundervolle Missing man und der potenzielle Radio-Hit Butterfly sind aller Ehren wert.
Fordhams Verneigung vor einem ihrer Jugendidole, Minnie Riperton, weckt im Titel Roadside angel auf recht melancholische Art Erinnerungen an eine große, verstorbene Vertreterin des Soft-Soul. Einfach nur schön.

Natürlich strahlen nicht sämtliche Titel den Glanz der obengenannten Highlights aus, aber stumpfes Mittelmaß fehlt auf diesem Album gänzlich und es verspricht, auch nach häufigem Hören, nichts von seinen Reizen zu verlieren. Somit gelingt Julia Fordham eine wirklich ansprechende Arbeit, die ein größeres Publikum absolut verdient hat.

Frank Ipach, 26.10.2002

 

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