Julian Dawson

Bedroom Suite

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.03.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Julian Dawson
Bedroom Suite, Blue Rose Records, 2004
Julian Dawson Lead & Backing Vocals, Acoustic & Electric Guitars, Bartone 12-string, Harmonicas, Percussion, Keyboards
Daniel Tashian Bass, Keyboards, Guitars, Programming
Jean-Marie Peschiutta Slide & Electric Guitars
Holly Dawson Lead & Backing Vocals
Dave Andrews Trombone
Matty Airey Trumpet
Clancy Dawson Tambourine
Produziert von: Julian Dawson Länge: 44 Min 10 Sek Medium: CD
1. Dreams Like Trains (4:21)7. Cold Hard Truth (3:23)
2. One By One By One (3:51)8. We Don't Need A Priest (3:02)
3. The Girl You Used To Be (4:37)9. The Lord Loves A Rolling Stone (3:29)
4. Hold On (3:27)10. Fast Cars & Rented Beds (3:14)
5. As Beautiful As You (4:14)11. Why Do It Do It / 9/11 (6:42)
6. After The Party (3:51) 

Junge, Junge, im Juli wird der gute Julian auch schon fünfzig Jahre alt. Und er agiert nach wie vor getreu dem Motto: "Wer rastet, der rostet". Beglückte er uns im Jahre 2002 noch mit einem Solo-Longplayer im Bluegrass/Country Outfit folgte im Jahr darauf ein erfreuliches Werk seiner Vocal-Truppe PLAINSONG.

Nun also wieder ein Solospot im wohlbekannten und von ihm bravourös beherrschten Pop/Folk/Singer-Songwriter Gewand. Seine "Bedroom Suite", die er in den kommenden Wochen wieder ausgiebig dem deutschen Konzert-Publikum vorstellen wird, darf man wohl ohne Wenn-und-Aber als Konzeptalbum einstufen.
Dawson beschäftigt sich in seinen Lyrics ausgiebig und mittels unterschiedlicher Blickwinkel mit dem alles beherrschenden Thema: Das Leben als Drahtseilakt zwischen harmonierender Partnerschaft, Eifersucht und Hingabe, gelebten Träumen und verflossenen Chancen. Zuweilen etwas sentimental, aber immer bar jeder schwülstigen Plattheit.

Ein fast fünfzigjähriger Familienvater kann und darf so etwas schreiben. Denn die Quintessenz seiner Gedanken ist die einzig folgerichtige: "If you're given a gift, then you'd better use it - if you find true love in this messed-up world, you'd better hold on". Wie wahr! Kommt diese schlichte Weisheit wie hier in einem gospeligen Arrangement daher, unterstreicht dies nur die Dringlichkeit dieses frommen Wunsches.
Ruhig und bedächtig fließen die Songs, sanft und freundlich selbst die wenigen Up-Tempo-Ausreißer.

Doch das stand Mr. Dawson stets gut zu Gesicht und es wird auch immer so bleiben. Denn wenn ein Mann eine solch heilsame Stimme sein Eigen nennt, sollte er es tunlichst vermeiden, sie für pseudo-rockige Ausflüge zu vergeuden. Wird diese Stimme allerdings in einem so wunderbaren Titel wie The girl you used to be auf vorzügliche Art und Weise mit vielschichtigen Harmony-Vocals beflügelt, bleibt einem nichts anderes übrig, als regungslos zu lauschen. Einfach nur schön!

Doch da Julian Dawson ebenfalls als ausgezeichneter Instrumentalist bezeichnet werden kann, weil er eine hervorragende Mundharmonika bläst und vielschichtige Gitarrenarrangements (akustisch und elektrisch) völlig mühelos integriert, bewegt sich dieses Album fern jeglicher Einfältigkeit.

Seine Gäste, wie z.B. John "Rabbit" Bundrick am Wurlitzer-Piano und die beiden Blechbläser Dave Andrews und Matty Airey sorgen durch stimmungsvolle Posaunen/Trompeten Intermezzi für größtmögliche Abwechslung in einem ansonsten recht übersichtlich gestalteten, gitarrendominierten Setting.
Die nachdenklichen Texte vollziehen eine absolut gelungene Symbiose mit dieser einfühlsamen Musik und hinterlassen den Eindruck, dass Dawson genau weiß was er tut. Und in einem seiner Songs gibt Julian die Antwort gleich selbst: "Why do I do it? It's fun".

Frank Ipach, 15.03.2004

 

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