Julian Dawson

Deep Rain

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.09.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Deep Rain, Blue Rose Records, 2008
Julian DawsonVocals, Acoustic Guitar, Harmonicas
Steve AllenElectric & Acoustic Guitars, Ukulele, Bass
Daniel TashianBass, Guitars, Ukulele
Steve EbeDrums, Percussion
Billy LivseyKeyboards
John DeaderickKeyboards
Bill LloydElectric Guitar
Vince SantaroCongas
Dan Penn, Vince & Barbara Santaro, Barry & Holly TashianBacking Vocals
Produziert von: Dan Penn Länge: 41 Min 55 Sek Medium: CD
01. Deep Rain07. Barbed Wire Fence
02. Brokenhearted Eyes08. Walking On The Dead
03. That's Why God Made Saturday Night09. What Becomes Of The Brokenhearted
04. Girl Friday10. That Secret Life
05. Perfect World11. Long Days And Short Nights
06. Keys To The Kingdom Of Love12. I'm Coming Home (Sweet Home)

Vielbeschäftigt, vielgereist, vielgepriesen. Was hat der liebenswerte Julian Dawson nicht schon alles hinter sich gebracht. Seine Vita nachzuzeichnen dürfte den Rahmen einer Plattenkritik wohl sprengen, darf aber gerne in Auszügen innerhalb der älteren Dawson bzw. PLAINSONG-Reviews nachgelesen werden.

Nun hat der hoch aufgeschossene Brite mit dem einnehmenden Lächeln sich also wieder einmal auf die Reise nach Nashville gemacht, um mit alten Kumpels wie Muscle Shoals-Legende Dan Penn als Produzent und Weggefährten wie Holly und Barry Tashian als inspirierenden Musikern ein neues Album einzuspielen. Die entspannte Southern-Atmosphäre, diese unverkennbare Handschrift, die so vielen Dan Penn Kompositionen innewohnt, färbt sich natürlich auch auf Julians "Deep Rain" deutlich ab, wiewohl Penn für 4 Tracks als Co-Autor verantwortlich zeichnet. Eine warme, analog klingende Scheibe, die keinerlei Zugeständnisse an modischen Musikfirlefanz zulässt. "Deep Rain" klingt reif und ja, einfach sehr erwachsen.

Der Titelsong als Opener des Albums gibt die Marschrichtung vor: Balladesk, besonnen, sehr relaxt groovend, traditionell instrumentiert, unwiderstehliche Hammond B-3, wunderbare Backing-Vocals und ein nachdenklicher Text, der den Zustand unserer Mutter Erde kritisch hinterfragt.

Ein weiterer Co-Autor, Gene Pistilli, der in den Siebzigern u.a. mit MANHATTAN TRANSFER arbeitete, steuert ebenfalls in diese Memphis/Muscle Shoals Richtung, die Julian Dawson sehr gut zu Gesichte steht. Dawson passt mit seiner zärtlichen, honigfarbenen Stimme einfach perfekt in dieses musikalische Umfeld. Wenn es denn mal, wie im Partysong That's why God made Saturday night etwas aufgeregter zugeht, meint man fast, Julian müsse sich beim Singen tatsächlich anstrengen.

Wie stark Julian Dan Penns wegweisenden, musikalischen Ratschläge in gute Songs umzusetzen weiß, zeichnet sich auf Keys to the kingdom of love vollends ab. Bei einem Blind Date hätte ich hier glatt Altmeister Penn als Komponisten veranschlagt. So kann man sich täuschen . . .
Das von PLAINSONGs 2003er "Pangolins"-Album stammende und gemeinsam mit Iain Matthews komponierte Barbed wire fence klingt nicht wesentlich anders als seinerzeit, bleibt aber dennoch ein schönes Lied.
Erstaunlicherweise entpuppt sich nach einigen Hördurchgängen der zunächst von mir als etwas banal abgestempelte Song Girl Friday zu einem meiner Favoriten, weil sich die vorwitzige Ukulele sehr elegant in das von Keyboards und akustischer Gitarre geprägte Gesamtbild schmiegt und dem Titel eine hochgradiges Wohlfühlpotenzial beschert. So simpel wie genial.

Somit ist dem Sympathicus Julian Dawson erneut ein feines, geschmeidiges Album gelungen, das sich mühelos in die lange Reihe seines Back-Katalogs eingliedern wird. Seine Fans werden es lieben.

Frank Ipach, 02.09.2008

 

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