Kamelot

Ghost Opera

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Ghost Opera, Steamhammer/SPV GmbH, 2007
KhanVocals
Thomas YoungbloodGuitars
Glenn BarryBass
Oliver PalotaiKeyboards
Casey GrilloDrums
Produziert von: Sascha Paeth Länge: 44 Min 05 Sek Medium: CD
01. Solitaire07. Up Through The Ashes
02. Rule The World08. Mourning Star
03. Ghost Opera09. Silence Of The Darkness
04. The Human Stain10. Anthem
05. Blücher11. Eden Echo
06. Love You To Death

KAMELOT können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits 1991 in den USA gegründet, erschien vier Jahre später das Debut "Eternity". Ende der Neunziger führten Besetzungswechsel zu musikalischen Kurskorrekturen. Mit dem Norweger Roy Khan gelang der Band eine weitere Steigerung und 1998 die Durchführung einer ersten Tour durch Europa.
Stilistisch sind KAMELOT zwar dem Heavy Metal zuzuordnen, wobei sie sich jedoch in der Schnittmenge von Epic Metal, Prog Rock, melodischen Elementen und Klassik bewegen. Der Einsatz von Streichinstrumenten ist ebenso vorhanden wie die Teilnahme von Gast-Vocalistinnen mit klassischen Background während der Album-Recordings.

"Ghost Opera", das im Vorjahr veröffentlichte Werk des Quintetts, bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Zwar ist von der Ur-Besetzung lediglich Gitarrist Thomas Youngblood an Bord geblieben, doch prägend wirken sich vor allem die Vocals von Roy Khan aus. Nachdem QUEENSRYCHE besonders im Studio viel vom ihrem einstigen Glanz verloren haben besitzt ein Act wie KAMELOT durchaus das Potential, die vakante Position zumindest teilweise ausfüllen zu können. Khan ist sicherlich nicht der neue Geoff Tate, seine Beiträge zu "Ghost Opera" lassen trotzdem auf ein ähnliches Charisma schließen.
Das Album setzt sich vom Gros vieler klassisch beeinflusster und geprägter Heavy Acts ab. Die Tracks sind durchaus als Heavy Metal erkennbar und werden nicht wie anderenorts durch die Klassik-Komponenten regelrecht erdrückt. Lobenswertes Beispiel ist bereits der Beginn mit Solitaire und Rule The World, wo aus einem Violinen-Intro ein hart vorantreibender Banger erwächst. Die begleitenden Streicherelemente und klassischen Chöre vermögen durch ihren geschickten Einsatz den Härtegrad sogar noch zu steigern.

Der Titelsong Ghost Opera setzt die eingeschlagene Richtung erfolgreich fort und erweist sich als eine weitere, gelungene Kombination diverser Komponenten. Blasinstrumente, im Heavy Rock eher selten, verleihen dem Track hier einen beachtlichen Reizfaktor.
Eine wahre Meisterleistung in puncto Arrangement ist KAMELOT in The Human Stain gelungen, welches mit seinem pumpenden Bässen zu Beginn in ein dezentes Piano mündet und seinen Höhepunkt in den folgenden Melodiebögen findet, welche mit ihren weiblichen Backing-Vocals für Momente der Gänsehaut sorgen.
Uneingeschränkte Anspiel-Tipps sind sicherlich auch das getragene Love You To Death, welches mit seiner Violine und den erneut hervorragenden Vocals auf dem Soundtrack zu "Highlander" stehen könnte sowie Mourning Star, wo man beim Intro auf gregorianische Chöre setzt.

"Ghost Opera" besticht durch eine saubere, transparente Produktion, in welcher die Wurzeln der Band jederzeit hörbar bleiben und trotz Einsatz vieler genrefremder Komponenten kein überproduziertes Werk entstanden ist.

(KAMELOT on Tour: 10.04.2008 - Saarbrücken, Garage; 12.04.2008 - CH-Pratteln, Z7; 22.04.2008 - München, Backstage; 23.04.2008 - Ludwigsburg, Rockfabrik; 24.04.2008 - Essen, Weststadthalle; 25.04.2008 - Hamburg, Markthalle. Alle Termine ohne Gewähr !!!!)

Jürgen Ruland, 06.04.08

 

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