Kamelot

Haven

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.04.2015
Jahr: 2015
Stil: Power Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Kamelot
Haven, Napalm Records, 2015
Tommy KarevikGesang
Thomas YoungbloodGitarre
Sean TibbettsBass
Oliver PalotaiKeyboards
Casey GrilloSchlagzeug
Gastmusiker
Charlotte WesselsGesang
Alissa White-GluzGesang
Troy DonockleyIrischer Dudelsack
Produziert von: Sascha Paeth Länge: 53 Min 53 Sek Medium: CD
01. Fallen Star08. End Of Innocence
02. Insomnia09. Beautiful Apocalypse
03. Citizen Zero10. Liar Liar (Wasteland Monarchy)
04. Veil Of Elysium11. Here's To The Fall
05. Under Grey Skies12. Revolution
06. My Therapy13. Haven
07. Ecclesia



Es gab nicht wenige Fans, die nach dem Ausstieg von Frontmann Roy Khan, das amerikanisch-deutsch-schwedische Metal-Schlachtschiff KAMELOT dem Untergang geweiht sahen. Aber der Formation gelang vor drei Jahren nicht nur der musikalische Neustart mit dem Album “Silverthorn“. Nein, auch mit dem neuen Sänger Tommy Karevik hatte die Band das große Los gezogen, denn nicht nur stimmlich sondern auch vom Charisma her war er die ideale Wahl als Nachfolger für Khan. Die anschließenden Tourneen wurden ein voller Erfolg (siehe dazu auch den Konzertbericht aus Frankfurt) und nun schiebt die multinationale Truppe ihr neues Album nach.

“Haven“ heißt das Album, das wieder unter der Ägide von Produzent Sascha Paeth aufgenommen wurde. Auch musikalisch hat die Band nicht viel an ihrer Herangehensweise geändert: symphonischer Power Metal mit starken Gitarren-Riffs sowie Keyboard-Sounds die oftmals eher an Filmmusik als Metal erinnern und eine treibende Rhythmus-Fraktion, die für den richtigen Drive gerade bei den eher etwas flotteren Nummern sorgt. Wobei man hier kaum Up-Tempo-Songs wie die Band-Klassiker The Fourth Legacy oder Center Of The Universe (Ausnahme sind Veil Of Elysium und Liar Liar (Wasteland Monarchy)) findet, sondern verstärkt Midtempo-Kracher.

Das Kompositions-Team aus Thomas Youngblood (Gitarre), Oliver Palotai (Keyboards) und Karevik hat es geschafft, zwölf Nummern hervorzubringen, die zum einen typisch nach KAMELOT aber auf der anderen Seite nicht wie eine Wiederholung früherer Großtaten klingen. Fallen Star, Insomnia, Citizen Zero, My Therapy und etliche andere der Songs von “Haven“ dürfen sich Hoffnungen darauf machen, künftig in der Setlist der Band aufzutauchen. Wenn man der Band etwas vorwerfen möchte, dann könnte man höchstens anführen, dass die Songs sich stilistisch betrachtet zu sehr ähneln. Aber jeder für sich betrachtet ist einfach nur stark und verleitet dazu, das Album immer wieder gerne in den Player zu stecken.

KAMELOT liefern ihren Fans auf “Haven“ genau das, was diese von der Band erwarten – ein Album vollgepackt mit großartigen Songs. Diese werden durch die Gast-Auftritte von Charlotte Wessels (DELAIN, Gesang bei Under Grey Skies) und Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY, Growls bei Liar Liar (Wasteland Monarchy) und Revolution) zusätzlich aufgepeppt. Die Band klingt so gut wie immer (einzig der Bass von Sean Tibbetts scheint im Gesamtklang etwas unterzugehen) und reißt wie gewohnt bei jedem Durchlauf mit. “Haven“ ist genau der sichere Zufluchtsort, den die Band in dieser manchmal so verrückten Welt für den Hörer schaffen will. Und um die Zukunft der Band dürften sich mittlerweile nicht einmal mehr die größten Skeptiker Sorgen machen – diese sieht mehr als nur vielversprechend aus.

Marc Langels, 22.04.2015

 

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