Kane Roberts

The New Normal

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.02.2019
Jahr: 2019
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 41:57
Produzent: Michael Alago

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Plattenfirma: Frontiers Music

Promotion: cmm promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Arch Enemy

Nickelback

House Of Lords

Impellitteri

Kiss

Winger

Titel
01. King Of The World
02. Wonderful
03. Beginning Of The End
04. Who We Are
05. Forever Out Of Place
 
06. Leave This World Behind
07. The Lion‘s Share
08. Leave Me In The Dark
09. Above And Beyond
10. Wrong
Musiker Instrument
Kane Roberts Gesang, Gitarre & Bass
Nita Strauss Gitarre
Kip Winger Bass & Gesang
Alexander Track Schlagzeug & Keyboards
Evan Magness Bass
Ken Mary Gesang
Alice Cooper Gesang
Alissa White-Gluz Gesang
Aoyama Hideki Schlagzeug
Katt Franich Gesang
Johnny Santoro Bass
David Balfour Gesang
Francesco Dicosmo Bass
Scott Lang Keyboards & Drum Programming

Bekannt geworden ist Kane Roberts , der eigentlich Robert William Athas heißt, als der muskelbepackte Lead-Gitarrist, an dessen Seite Schock-Rock-Meister Alice Cooper Mitte der 1980er Jahre sein Comeback mit Alben wie “Constrictor“ oder “Raise Your Fist And Yell“ sowie dem Hit He‘s Back (The Man Behind The Mask) einläutete. Daneben arbeitete er auch noch mit so unterschiedlichen Künstlern wie Rod Stewart, BERLIN oder Steve Vai zusammen und schrieb zusammen mit Paul Stanley und Bob Ezrin den Song Take It Off für das KISS-Album “Revenge“. Anschließend zog er sich allerdings komplett aus dem Musikgeschäft zurück und arbeitete unter anderem als Computerspiel-Programmierer. Seit 2011 ist Roberts aber wieder aktiver und hat unter anderem das Solo-Album “Unsung Radio“ mit bisher unveröffentlichten Stücken herausgebracht. Nach sieben Jahren erneuter relativer Ruhe (abgesehen von einigen Gast-Auftritten) zeigt uns der Gitarrist nun was er unter “The New Normal“ versteht.

Für seinen neuesten Solo-Streich hat er sich natürlich auch einiger alter Beziehungen im Musik-Business bedient und nicht nur seinen alten Meister, Alice Cooper, sondern auch Kip Winger (WINGER) sowie Ken Mary (Ex-FIFTH ANGEL, -HOUSE OF LORDS, -IMPELLITTERI, die beide früher ebenfalls in der Alice Cooper Band spielten) und Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY) aber auch die aktuelle Lead-Gitarristin von Cooper, Nita Strauss, ins Studio geholt. Das ist schon eine sehr hocklassige Mini-Reunion, die den Song Beginning Of The End dann auch – fast möchte man sagen natürlich – zu einem der absoluten Highlights dieses Albums macht. Aber immer hübsch der Reihe nach.

Denn “The New Normal“ beginnt mit einem hübsch normalen Rocker, wie er ganz hervorragend zu dem „alten“ Kane Roberts und seinem Ex-Boss gepasst hätte: King Of The World rockt fein und setzt sich schnell in den Ohren fest. Was nicht zuletzt am Gesang von Kane liegt, der ziemlich kraftvoll (zumindest mal im Studio) den Part ausfüllt. Ach ja – und eine feine Lead-Gitarre steuert Herr Roberts auch noch bei. Er kann es also immer noch. Anschließend geht es mit Wonderful und auch dem bereits angesprochenen Beginning Of The End eher in Richtung Modern Metal. Da dürfen auch Fans von GODSMACK ein Ohr riskieren und werden wohl ihren Gefallen an den Songs finden. Beide Male kommt es düster und druckvoll aus den Boxen oder Kopfhörern, wobei sich zumindest der erstere Song im Mittelteil mal kurz vergaloppiert, zum Glück aber recht schnell wieder in die Spur findet. Und bei letzterem ist es das Zusammenspiel der drei Sänger (und der Wandlungsfähigkeit von White-Gluz zwischen Growls und Klargesang), das den Song zu etwas ganz besonderem macht. Man stelle sich ein ganzes Album voll solcher Songs vor und Kane Roberts würde bald als der Standard der Modern Metal-Szene gelten.

Aber es scheint fast so, als sei es das Ziel von Roberts möglichst viele verschiedene Strömungen und Stimmungen auf diesem Solo-Album zu vereinen. Denn mit Who We Are und Forever Out Of Place lässt er direkt zwei Stücke folgen, die eher ruhiger ausgefallen sind. Wenn man so will, dann zeigt der Muskelmann hier mal den NICKELBACKS der Welt, wie man ruhige und eingängige Songs hinbekommt, ohne dass sie sich gleich zu sehr dem Pop-Radio-Format anbiedern. Dabei ist es insbesondere das erste Lied, das mit den lauten Drum-Patterns einen ganz besonderen Reiz aufbaut und ein weiteres Highlights auf diesem Album darstellt. Bei The Lion‘s Share schlägt er später noch einmal recht erfolgreich in die selbe Kerbe.

Allerdings sind einige Stücke - wie etwa Leave Me In The Dark oder Above & Beyond – aus meiner Sicht etwas zu experimentell und manchmal auch einfach kompositorisch nicht packend genug. Da ist man dann nicht böse, wenn diese Lieder vorbei sind. Da war man vielleicht von der ersten Hälfte der Scheibe etwas sehr verwöhnt, da man da schon manchen Knaller serviert bekam. Aber wenn dann die letzten Klänge des Dark Rockers Wrong verklungen sind, dann muss man feststellen, dass Kane Roberts hier wirklich ein sehr gelungenes Comeback-Album hingelegt hat. Allerdings muss ich zugeben, dass  es schon ein paar Durchläufe gebraucht hat, bis die Scheibe dann letztendlich richtig zündete. Klar, „a little help from his (famous) friends“ war schon auch dabei, aber wofür hat man denn Freunde? Und wenn solche Alben von Roberts nun “The New Normal“ werden, dann dürfen sich nicht nur Freunde von alten Alice Cooper-Scheiben darüber freuen.

 

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