Kate Bush

Director's Cut

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.05.2011
Jahr: 2011
Stil: Pop, Rock

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Kate Bush
Director's Cut, Fish People/EMI, 2011
Kate BushKeyboards, Piano, Marion, Backing Vocals
Steve GaddDrums
Del PalmerBass
Davy SpillanePipes, Whistles
John SheahanFiddles
Paddy BushCanes, Fujare, Whistles, Musical Bow, Baking Vocals
John GiblinBass
Dan McIntoshGuitars, Mandola, Mandolins
Trio BulgarkaVocals
David CroftsGabriel
Remi ButlerToll, Spinning Toll
Mica ParisBacking Vocals
Lily CornfordNarrator "The Gayatri"
Albert McIntoshComputer, Additional Vocals, Vocals, Rook, Sock Puppetear
Brendan PowerHarmonica
Hazel PethigBeryl van Heem
Terry JonesProfessor Need
Colin Lloyd-TuckerBacking Vocals
Jacob ThornAdditional Vocals, Vocals
The Waynflete Chamber ChoirChoir
Michael WoodChoir
Jevan Johnson BoothChoir
Ed RowntreeChoir
Jud CharltonMichael
Eberhard WeberBasses
Nigel KennedyViolin, Viola
Eric ClaptonGuitar
Gary BrookerHammond
Danny ThompsonBass
Produziert von: Kate Bush Länge: 57 Min 05 Sek Medium: CD
01. Flower Of The Mountain (originally titled "The Sensual World")07. Moments Of Pleasure
02. Song Of Solomon08. Never Be Mine
03. Lily09. Top Of The City
04. Deeper Understanding10. And So Is Love
05. The Red Shoes11. Rubberband Girl
06. This Woman's Work

Die auf den ersten Blick so unnahbare bzw. unterkühlte Britin Kate Bush ist eine äußerst faszinierende Persönlichkeit. Sie besitzt ein außergewöhnliches Talent für das Erschaffen berührender und fesselnder, teilweise regelrecht ätherischer Musik. Auf den ersten Blick wirkt diese zierliche Frau so verletzlich. Auch der häufig elfengleiche Gesang lässt sie alles andere als stark erscheinen. Doch kann die attraktive Dame auch ganz anders, nämlich dann, wenn sie die Rockerin gibt und dementsprechend kraftvoll singt. Ihre Alben “The Kick Inside“, “Hounds Of Love“, “Never For Ever“ und “The Sensual World” sind Meilensteine der Popgeschichte. 2005, es waren immerhin zwölf Jahre seit ihrem letzten musikalischen Lebenszeichen vergangen, brachte die inzwischen Mutter gewordene Lady das faszinierende Doppelalbum “Aerial“ heraus. Dann herrschte erstmal wieder Schweigen im Walde.
Jetzt, nach “lediglich“ sechs Jahren Unterbrechung, setzt Bush ihre Veröffentlichungskarriere fort. Mit “Director’s Cut“ steht ein weiteres Studioalbum in den Läden. Dieser Name ist Programm. Es handelt sich hier nämlich nicht um wirklich aktuelles bzw. neues Material. Vielmehr präsentiert Kate Bush ausgewählte Stücke von ihren beiden Produktionen “The Sensual World“ (Flower Of The Mountain [ursprünglich mit The Sensual World betitelt], Deeper Understanding, This Woman’s Work, Never Be Mine) und “The Red Shoes“ (Song Of Solomon, Lily, The Red Shoes, Moments Of Pleasure, Top Of The City, And So Is Love, Rubberband Girl) anders als ursprünglich veröffentlicht, sondern in von ihr favorisierten Versionen und erfüllt sich damit, laut den eigenen Anmerkungen im Inneren des Digibooks, einen lange gehegten Wunsch.

Die in der Grafschaft Kent gebürtige Künstlerin ließ ihren Songs zweierlei Behandlung widerfahren. Einerseits arrangierte sie sie anders, das heißt abgespeckt (z.B. Deeper Understanding), andererseits nahm sie sie vollkommen neu auf, wie beispielsweise This Woman’s Work und Top Of The City. Mit The Sensual World ging sie sogar noch weiter. Dieser Tune bekam mit Flower Of The Mountain nicht nur einen anderen Titel, sondern obendrauf gleich noch einen neuen Text.

Die Studioriege war schon bei den Originalaufnahmen mitunter äußerst prominent besetzt. Hier seien nur die bekanntesten Namen genannt. Der Ire Davy Spillane steuerte Pfeifen und Flöten zu Flower Of The Mountain bzw. The Sensual World bei, Nigel Kennedy bediente bei Top Of The City Violine und Viola, während And So Is Love mit Eric Clapton’s Gitarre, sowie Gary Brooker’s (PROCOL HARUM) Hammond Orgel punktet.
Ein ganz besonderer Gast, nämlich Terry Jones, der vielen ganz bestimmt von der genialen Komikertruppe MONTY PYTHON her ein Begriff ist, steht bei Deeper Understanding in der Rolle des Professor Need auf der Besetzungsliste.

Die ihnen verordnete Entschlackungskur, sprich Ausmerzung von allzu überbordend eingesetzten Digitaleffekten, kommt allen hier vertretenen Nummern zugute. Sie wirken griffiger. Außerdem lassen sie mehr Details erkennen, auch wenn der stellenweise dumpf geratene Sound dieses Vergnügen leider gleich wieder etwas schmälert.

Alles in allem ist die auf “Director’s Cut“ verewigte Musik unverkennbar als von Kate Bush stammend zu identifizieren ist. Das liegt natürlich zum Großteil mit an ihrer wunderbar unverwechselbaren, betörenden und vielseitigen Stimme. Man könnte dieses Album, auch aufgrund der zusätzlich eingesetzten Akustikeffekte, durchaus als Hörfilm bezeichnen.

Michael Koenig, 15.05.2011

 

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