Kathleen Edwards

Voyageur

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.01.2012
Jahr: 2012
Stil: Singer-Songwriter, Pop

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Kathleen Edwards
Voyageur, Zoe Records, 2012
Kathleen EdwardsVocals, Guitar
Justin VernonKeyboards, Guitar, Glockenspiel, Bass, Vocals
Jim BrysonGuitar, Keyboards
Gord ToughGuitars
John DinsmoreBass
Lyle MolzanDrums
Guests:
Norah Jones, Phil Cook, Sean Carey,Brian Moen, Afie Jurvanen, John Roderick
Produziert von: Justin Vernon & Kathleen Edwards Länge: 44 Min 11 Sek Medium: CD
01. Empty Thread06. Mint
02. Chameleon/Comedian07. Sidecar
03. A Soft Place To Fall08. Pink Champagne
04. Change The Sheets09. Going To Hell
05. House Full Of Empty Rooms10. For The Record

Meine Güte, ist es wirklich schon wieder acht Jahre her, dass mich Kathleen Edwards Debutalbum "Failer" so sehr verzückte? Inzwischen ist die hübsche Dame aus Kanada über Dreißig und geht mit ihrem inzwischen vierten Album andere Wege. "Voyageur", Reisende, heißt Kathleens neueste Errungenschaft und basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit ihrem Freund und Produzenten Justin Vernon, der im vergangenem Jahr mit seinem Projekt BON IVER reichlich neue Fans für sich gewinnen konnte.

Wo die Reise hingeht, fragt sich der neugierige Kathleen Edwards Fan natürlich. Eines steht fest: fort vom Americana-Sound, der zwar schon auf ihrem letzten Album "Asking For Flowers" nicht mehr allgegenwärtig war, jedoch weiterhin als Basis und Grundierung herhielt.

Da das Erschaffen von Musik, von Songs oftmals einer Reise gleicht und die stets gleichen Ziele eines Tages dazu verleiten, in Routine zu erstarren, hat sich Kathleen mit dem visionären Indie-Gaukler Justin Vernon sicherlich den richtigen Parner gewählt. Denn die Songs auf "Voyageur" klingen doch um einiges anders als gewohnt. Da tun sich große Räume auf, da flirren häufig mehr flächige Keyboards als fokussierte Gitarren durch den Raum, da wagt sich auch schon mal ein Glockenspiel hervor und wird von blubbernden Fender Rhodes Sounds abgelöst. Das komplette Sound-Design dieses Album lebt von einer irgendwie kühlen, nichtsdestotrotz würdevollen und anmutigen Ästhetik.

Standen die früheren Edwards Scheiben für Frühling und Sommer, klingt "Voyageur" bis auf wenige Ausnahmen nach schneebedeckten Bergwipfeln, die der staunende Hörer im Fesselballon überfliegt. Hört euch Songs wie For the record oder Pink Champagne an und ihr wisst, was ich meine. Den Gegenentwurf dazu bildet ein heiter beschwingter Synthie-Pop Song wie Sidecar oder das liebenswert auf Ohrwurm konzipierte Eröffnungsstück Empty thread, das noch am ehesten an Edwards alte Soundidee erinnert. Ließe man einen Track wie Change the sheets von Chris Martin einsingen, bekäme man einen schönen, neuen COLDPLAY Song. Diese großen Gesten würden garantiert auch in einem Stadion funktionieren.

Da Kathleen Edwards auf "Voyageur" zum ersten Mal auch mit Co-Autoren zusammenarbeitete (John Roderick von den LONG WINTERS) und ihre Tour-Band sehr intensiv in die Arrangementarbeit einbezog, ergaben sich für die smarte Kanadierin naturgemäß neue und frische Sichtweisen, die schließlich durch Justin Vernon auf seine individuelle Art und Weise ergänzt und verfeinert wurden und zehn Songs ans Tageslicht förderten, die eine spannende und erfahrungsreiche Reise dokumentieren. Kathleens Unternehmungen sind damit aber ganz gewiss noch nicht beendet.

Frank Ipach, 14.01.2012

 

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