Kee Marcello

Judas Kiss

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.03.2013
Jahr: 2013
Stil: Hard Rock

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Kee Marcello Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Kee Marcello
Judas Kiss, 7hard, 2013
Kee MarcelloGesang, Gitarre & Keyboards
Ken SandinBass
Mike TerranaSchlagzeug & Percussion
Produziert von: Kee Marcello Länge: 58 Min 10 Sek Medium: CD
01. Zombie08. Coming Home
02. Dog Eat Dog09. Get On Top
03. Starless Sky10. The Harder They Come
04. I'm Stoned11. Dead Give Away
05. Dead End Highway12. Love Will Tear Us Apart
06. Judas Kiss13. Metal Box
07. And Forever More

Seinen Namen kennt man als Nachfolger von John Norum bei EUROPE: Kee Marcello. Mit den schwedischen Chartstürmern nahm er die beiden Millionenseller “Out Of This World“ und “Prisoners In Paradise“ auf. Seine Auto-Biographie hört auf den bescheidenen Titel “The Rock Star God Forgot“, aber seit dem zwischenzeitlichen Ende von EUROPE im Jahr 1992 scheint es so, als habe nicht nur Gott den Gitarristen vergessen – und das obwohl Marcello in der Zwischenzeit immer wieder Alben veröffentlicht hat.

Das aktuelle Werk hört auf den Titel “Judas Kiss“ und präsentiert Marcello wie man ihn schon aus der Vergangenheit kennt als hart rockenden Musiker, der seine Musik auf die Basis-Komponenten Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang mit nur ganz wenig Keyboards reduziert. Dazu ein staubtrockener Sound, der dem seiner Ex-Band nach deren Comeback auf den Alben “Spark From The Dark“ und “Secret Society“ sehr nah kommt.

Für den tatkräftigen Arschtritt an den Drums sorgt übrigens ein bekanntes Gesicht: Mike Terrana (unter anderem AXEL RUDI PELL) versorgt die Stücke mit einem Mörder-Groove und darf diverse Male auch die Double-Bass-Drums zum Glühen bringen. Als Gast-Sängerin veredelt zudem Akane Liv (von LIV MOON) den Track And Forever More. Ansonsten braucht das Trio aber keine Unterstützung, um ein sich durch die zwölf Eigenkompositionen und das Cover von Love Will Tear Us Apart (im Original von JOY DIVISION) zu rocken.

Dabei bietet Marcello einen breitbeinigen Rock, der phasenweise von der direkten Art an DANKO JONES erinnert, an anderer Stelle mal das soundtechnische Revier von KING’S X streift und auch mal klanglich bei ALICE IN CHAINS oder SOUNDGARDEN wildert – rein soundtechnisch versteht sich. Denn strukturell ist das hier klassischer Hard Rock mit scharfen Riffs und exzellenten Soli. Und die Songs an sich stimmen auch. Nur den Hochglanz-Rock-Sound à la frühe EUROPE sollte man nicht erwarten, denn dann würde einen der eher düstere Klang der Platte doch etwas verschrecken. Aber Refrains wie bei Dead End Highway hätten der Gruppe damals auch gut zu Gesicht gestanden.

Manchmal wünscht man sich fast, EUROPE hätten damals bei der Reunion einfach beide Gitarristen berücksichtigt. Welch herrlichen Gitarren-Duelle sich die Beiden wohl Abend für Abend geliefert hätten? Aber so genießt Marcello immerhin seine musikalische Freiheit und macht ein klassisches Rock-Album mit allem, was das Herz begehrt. Vielleicht braucht manche Stelle ein paar Durchläufe, um zu zünden, aber anschließend bekommt man die Songs nur schwer wieder aus dem Kopf. Ein rundum gelungenes Werk des Gitarristen.

Marc Langels, 27.03.2013

 

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